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Das Beispielfoto zeigt den PoeckingerKreisverkehr

Am Gernlindner Gewerbegebiet

Preisschock: Kreisel-Bau wird verschoben

Baufirmen haben für den geplanten Kreisel an der Ganghofer-/Estinger Straße bei Gernlinden Höchstpreise aufgerufen. Deshalb wird das Projekt auf Eis gelegt.

Gernlinden – Im Gernlindner Gewerbegebiet expandieren zwei große Firmen: TTI und ChemTrend. Zudem wird die alte Druckerei nach dem Umbau durch mehrere Betriebe neu belebt. Daher hatte der Maisacher Gemeinderat beschlossen, die Anbindung durch einen Kreisverkehr an der Ganghofer- und Estinger Straße beziehungsweise Staatsstraße 2345 zu verbessern. Gerechnet worden war zuletzt mit Kosten von maximal 620 000 Euro. Mit dieser Zahl im Kopf ging die Gemeinde in die Ausschreibung.

Jetzt der Preisschock: Nur zwei Baufirmen haben ein Angebot eingereicht. Eines liegt bei 790 000 Euro, das andere gar bei 860 000 Euro.

„Wir werden die Ausschreibung aufheben“, berichtet Bürgermeister Hans Seidl (CSU) im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag. Dann muss beschlossen werden, dass das Projekt vorerst auf Eis liegt. „Der Kreisverkehr soll aber gebaut werden“, betont Seidl. Nur eben ein Jahr später. Verzichtbar ist der Kreisverkehr in seinen Augen nicht, weil der Verkehr durch die Firmenerweiterungen zunehmen werde.

Der Rathauschef und die Verwaltung schlagen dem Gemeinderat vor, das Projekt erneut auszuschreiben, und zwar im Oktober oder November, wenn die Baufirmen für das kommende Jahr ihre Auftragsbücher füllen wollen. Gebaut werden könnte dann ab Frühjahr 2018. Derweil will der Rathauschef mit den Firmenchefs sprechen und ihnen die Verzögerung erklären.

Seidl hält es für nicht vermittelbar, dass die Gemeinde mehr Geld als notwendig investiert, nur weil die Baubranche ausgelastet ist. Er hofft auf ein besseres Ausschreibungsergebnis zum Jahresende. Abstriche am Projekt selbst kann man seiner Meinung nach nicht machen: Der Gemeinderat will eine Trennung von begleitendem Rad- und Wirtschaftsweg („das bringt zwar Mehrkosten von 40 000 bis 50 000 Euro, ist aber vernünftig“), das Staatliche Bauamt fordert während der Bauzeit eine Umfahrung direkt vor Ort.

Jüngst hatte auch der Jesenwanger Gemeinderat einen Preisschock beim Straßenausbau erlebt. Dort wird das Projekt ebenfalls neu ausgeschrieben. (zag)

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