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Das „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ und andere Organisationen hatten zu der Aktion gegen die AfD Veranstaltung aufgerufen.

Friedlicher Protest gegen die AfD in Maisach

Menschenkette vor Gauland-Auftritt im Bräustüberl

Über 100 Demonstranten haben am Sonntag vor dem Maisacher Bräustüberl gegen den Besuch von AfD-Vizechef Alexander Gauland demonstriert.  Sie wollten ein Zeichen setzen.

Maisach Der Himmel war zwar grau in grau – dennoch war Maisach gestern bunt: Über 100 Demonstranten hatten sich trotz eisigem Wind zusammengefunden, um vor dem Bräustüberl gegen den Besuch von AfD-Vizechef Alexander Gauland in der Gaststätte zu demonstrieren. Sie wollten ein Zeichen setzen gegen rechte Hetze und Fremdenfeindlichkeit.

Offenbar hätte die AfD nur zu gerne den Veranstaltungsort vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Denn nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail sollten die Teilnehmer diesen zunächst mitgeteilt bekommen. „Aber über verschwungene Kanäle haben wir dann doch davon erfahren“, sagte Margot Simoneit vom Bündnis „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“.

Bündnismitglieder aus Dachau hatten die Brucker auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Die Demo verlief friedlich. Für kurzzeitige Unruhe sorgte lediglich ein Auftritt linker Autonomer, die sich noch vor Gaulands Ankunft mit schwarzen Flaggen auf dem für die Öffentlichkeit gesperrten Areal direkt vor dem Hintereingang im Hof des Bräustüberls postieren wollten.

Wortgefechte zwischen Demonstranten und AfD-Anhängern

Bräustüberl-Wirt Harry Faul musste die Gruppe des Platzes verweisen. Die zahlreichen Einsatzkräfte der Polizei sorgten schließlich dafür, dass sich die zum Teil mit Schals und Sonnenbrillen vermummten Demonstranten außerhalb des Parkplatzes an der Straße postierten. Die übrigen Demonstranten begrüßten Gauland und seine Anhänger mit Rufen wie „Nazis raus“ oder „Verschwinde hier“. Auf Bannern und Transparenten mit Aufschriften wie „FFB ist bunt“ „Stoppt die AfD“ oder „Kein Platz für Rassismus“ bezogen sie Stellung gegen die rechtspopulistischen Standpunkte der Partei.

AfD-Vize Gauland ging bei seiner Ankunft der direkten Konfrontation mit den Demonstranten aus dem Weg. Er gelangte vom Parkplatz im gesperrten Hof über den Hintereingang des Bräustüberls in den Saal. Die Demonstranten sahen ihn nur aus der Ferne. Anders die Anhänger der Partei, die direkt am Pulk der versammelten Menschen vorbei gingen und sich immer wieder in Wortgefechte verstricken ließen.

von Andreas Daschner

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