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Straße, Grünstreifen, Geh- und Radweg, Zaun, Firmengelände: Diese Reihenfolge könnte sich für mehr Grün ändern.  

Am Gewerbegebiet

Radweg soll sicherer werden

Viele Gernlindner wollen, dass die großen Firmengebäude in ihrem Gewerbegebiet hinter mehr Grün verschwinden. Doch sollen hohe Bäume gepflanzt werden? Und was wird aus dem Geh- und Radweg, der zur Unfallfalle geworden ist?

Gernlinden– Als sich damals die Firmen TTI und Hagemeyer an der Ganghoferstraße angesiedelt hatten, wurde ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut. Doch mit dieser Lösung sind nun nicht mehr alle zufrieden. Es wird über einen Umbau von der Einmündung der Marie-Curie-Straße bis zum Ende der Baufläche von Chem Trend nachgedacht.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) betonte im Maisacher Gemeinderat, dass „die Gernlindner eine stärkere Eingrünung des Gewerbegebiets wünschen“. Das habe er aus der Bürgerversammlung im Ortsteil mitgenommen. Problem nur: Auf dem 1,50 Meter breiten Grünstreifen werden größere Bäume nicht gedeihen. Dazu ist die Fläche zu schmal, zudem verläuft darunter eine Gasleitung.

Dazu kommt, dass es in den vergangenen Jahren auf Straße und Geh-/Radweg vermehrt zu Unfällen gekommen ist. Wenn ein Pkw oder Lkw aus einem Betriebsgrundstück heraus will, muss der Fahrer wegen der Zäune rund um die Firmenflächen relativ weit in den Geh-/Radweg vorstoßen, um etwas zu sehen. Soll heißen: Er bemerkt Radler und Fußgänger zu spät. Dabei kam es zu einigen Unfällen. Auch beim Einfahren von der Straße zu Firmen ist schon etwas passiert: Weil Hecken damals zu hoch waren und Autofahrer Radler übersehen hatten.

Deshalb wird nun darüber nachgedacht, den Geh-/Radweg nach außen an die Straße zu verlegen – ein Sicherheitsstreifen würde die beiden Bereiche voneinander abtrennen. Gleichzeitig könnte man den gemeindlichen Grünstreifen mit den Grünflächen der Unternehmen zu einem großen Bereich zusammenfassen – auf dem dann höhere Bäume Platz hätten und keine Versorgungsleitungen mehr stören würden. Die Hallen wären mehr eingegrünt.

Vom Umbau verspricht sich die Gemeindeverwaltung eine erhöhte Verkehrssicherheit. Zumindest gebe es dann nur noch einen Gefahrenbereich und nicht mehr zwei, heißt es. Gottfried Obermair (FW) und Ursula Gessner (Grüne) widersprachen entschieden: Ein Geh- und Radweg direkt neben der Fahrbahn sei viel gefährlicher. Peter Aust (Unabhängige Bürger) sagte, die Radler würden extra auf der Ganghoferstraße fahren und nicht auf dem drei Meter breiten Weg, weil ihnen dieser wegen der Ausfahrten zu riskant sei.

Der Gemeinderat votierte dafür, dass die Verwaltung die Kosten und alle Möglichkeiten aufbereitet – auch die Verschwenkung des Geh- und Radwegs nach außen an die Straße, aber nur im Bereich der Ein- und Ausfahrten. Das war von Xaver Hirsch (CSU) vorgeschlagen worden: „Wir sparen Geld, wenn wir nicht komplett umbauen“, sagte er. Wenn alles untersucht ist, wird sich der Bauausschuss vor Ort treffen. (zag)

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