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Die Katzen Tatzen haben viel vor: (Hinten.v.l.) Marion Gleissner, Reinhard Enzinger, Andrea Mittermeir, Gabi Enzinger, Frank Vetter sowie (vorne v.l.) Marina Müller und Maike Neuer halten symbolisch einen Rettungsring.

Auffangstation

Die Katzentatzen wollen einspringen: Rettung für Tierstation in Sicht

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Unzählige in Not geratenen Tiere wurden in de vergangenen Jahren in der Auffangstation der Tierfreunde Brucker Land wieder aufgepäppelt und an gute Plätze vermittelt. Der Einrichtung drohte das aus – nun ist Rettung in Sicht.

Maisach – Das der Pachtvertrag der Tierfreunde Brucker Land für die Tierauffangstation in Überacker kommendes Jahr ausläuft, ist bereits bekannt. Doch unklar war, ob ein anderer Verein einspringt und die Station weiter betreibt. Die Rettung könnte jetzt aus Moorenweis kommen. Andrea Mittermeir, Vorsitzende des Tierschutzvereins Katzen Tatzen, und einige ihrer freiwilligen Helfer wollen sich zukünftig um die bedürftigen Tiere kümmern.

Im Fokus des Vereins, dem die 47-jährige Moorenweiserin vorsteht, stehen, wie der Namen schon vermuten lässt, Katzen. Den Helfern geht es hauptsächlich um Aufklärung und Unterstützung im Bereich der Kennzeichnung und Kastration von Streunerkatzen. „Es gibt in Deutschland circa zwei Millionen Streuner, die ohne Chip keinem Besitzer zugeordnet werden können“, erklärt Mittermeir. Ziel ist es, dass diese wilden Katzen wieder ein neues Zuhause finden. Außerdem sollen sie kastriert werden, damit sich die Streunerpopulation nicht unkontrolliert vermehrt.

Damit sich auch in Überacker weiter um das Tierwohl gekümmert werden kann, wird sich Andrea Mittermeir und ein paar ihrer Helfer nächstes Jahr für die Vorstandswahl der Tierfreunde aufstellen. „Wir sind ungefähr zehn Leute, die sich zur Wahl stellen“, so die 47-Jährige, die eigentlich Hauptberuflich Teamassistentin ist.

Ihr ist bewusst, dass so eine Station viel Arbeit bedeutet, aber sie sieht positiv in die Zukunft. „Als bekannt wurde, dass wir uns um die Auffangstation bemühen, haben sich gleich 20 bis 30 Leute gemeldet, die mithelfen wollen.“ Außerdem hofft sie auch weiterhin auf die Unterstützung der Gemeinde Maisach, die das Grundstück bisher kostenfrei den Tierfreunden zur Verfügung gestellt hat.

Um den Tieren schon zeitnah helfen zu können, wird demnächst darüber gesprochen, wie die Freiwilligen von den Katzen Tatzen bereits jetzt mitmachen können. Denn als es noch ungewiss war, ob es überhaupt weiter geht, wurde der Tierbestand in Überacker stark abgebaut und keine neuen Tiere aufgenommen. Das soll sich schnellstmöglich ändern, denn vor allem in der Ferienzeit werden viele Haustiere ausgesetzt oder abgegeben.

Die Tierfreunde Brucker Land selbst stehen der Idee positiv gegenüber, wie Schatzmeister Peter Minderlein auf Tagblatt-Anfrage sagte. „Uns liegt ja daran, dass die Station weitergeht.“ Erste Gespräche habe es schon vor einiger Zeit gegeben. Die Vertreter der Katzentatzen müssten halt unter anderem erst einen Kurs beim Tierschutzbund besuchen, in dem man lernt, wie man eine solche Station führt. Vielleicht würden die Katzentatzen eine andere Art, eine andere Philosophie verfolgen, sagte Minderlein. „Es könnte aber klappen“, sagt er. Weitere Gespräche seien anberaumt.

Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) hatte bereits im Juli durchblicken lassen, dass er die Hoffnung hegt, ein anderer Verein könnte die Auffangstation weiter betreiben.

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