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Die Leitstelle in Bruck soll neu gebaut werden. Das Foto entstand bei einem Tag der offenen Tür mit Kindern vor zwei Jahren.

Versammlung des Zweckverbands

Rettungs-Leitstelle kommt nach Gernlinden

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Seit längerem wird der Neubau der Integrierten Leitstelle (ILS) diskutiert. Jetzt rückt er näher: Der zuständige  Rettungszweckverband hat sich auf ein Grundstück geeinigt. Damit können die Planungen beginnen.

Fürstenfeldbruck– Die Rettungsleitstelle stößt an ihrem derzeitigen Standort an der Münchner Straße in Bruck gegenüber des Landratsamtes an arge räumliche Grenzen. Verschiedene Grundstücke für den Neubau wurden teils unter vorgehaltener Hand schon diskutiert. Am Montag fiel der Beschluss. Die neue Leitstelle wird in Gernlinden (Gemeinde Maisach) gebaut. Das berichtete Landrat Thomas Karmasin (CSU) am Dienstag auf Nachfrage. Die Verbandsversammlung hatte am Tag zuvor nichtöffentlich den einstimmigen Beschluss pro Gernlinden gefällt.

Im kleinen Gewerbegebiet

Maisach hatte das Grundstück angeboten. Es liegt in dem kleinen Gewerbegebiet unweit des Kreisverkehrs beim Lidl, ist also gut angebunden. Von dort aus sollen künftig also Rettungseinsätze der Landkreise Bruck, Dachau, Starnberg und Landsberg koordiniert und organisiert werden. Einen Zeithorizont wollte Karmasin nicht genauer definieren. Die Entscheidungen seien aber gefallen, jetzt beginnt die Eingabeplanung. Die Finanzierung obliegt dem Zweckverband, dem die vier Landkreise angehören und schlägt dann natürlich via Umlage auf die einzelnen Kreishaushalte durch.

In der öffentlichen Sitzung des Zweckverbands war die aktuell unbefriedigende Situation der ILS immer wieder angesprochen worden. Die Brucker ILS sei gemessen an den Einsatzzahlen die viert größte in ganz Bayern und sogar die größte, die nicht mit einer Berufsfeuerwehr zusammenarbeitet, berichtete etwa ILS-Chef Roman Köhler. Angesichts steigender Einsatzzahlen sei das Gebäude zu klein - und die Zeit für den Neubau dränge etwas, da auch die Technik erneuert werden müsse, was im alten Gebäude aber keinen Sinn ergebe.

Mehr Notfalleinsätze

Köhler berichtete von 208 000 Notrufen im vergangenen Jahr, von denen knapp 6700 die Feuerwehr betroffen hätten. 81 000 Einsätze seien Notfallrettungen gewesen. Gerade diese Zahl steige, da auch die Bevölkerungsdichte zunimmt. In Landsberg und Starnberg seien angesichts der beengten Situation in Bruck die Kreiseinsatzzentralen (KEZ) der Feuerwehr nach besetzt worden. Köhler warb daher für den Neubau. Bis dieser samt neuer neuer Technik fertig ist, werde man sich mit kleineren Verbesserungen „hinüberretten“, hieß es in der Sitzung.

Starnbergs (neuer) Landrat Andreas Frey erinnerte an die Mitarbeiter in der ILS, die angesichts der räumlichen Lage viel Leid ertrügen und fragte, was man ihnen außerhalb der Anerkennung Gutes tun könne. Der Chef des neuen Personalrats berichtete von einigen Kleinigkeiten (etwa freie Schwimmbadbenutzung), die möglich und denkbar seien. Mehr sei aber im Moment nicht drin. Unabhängig davon soll die ILS drei Disponenten mehr erhalten, einen Betriebsleiter und einen zusätzlichen Systemverwalter, der auf häufigere Systemausfälle reagieren soll.

Kurz angesprochen wurden auch die immer währenden technischen Neuerungen, die es etwa erlauben, freie Plätze in Krankenhäusern auf einen Blick zu sehen (Ivena) oder Handyortungen von Verunfallten möglich machen (AML). In der ersten Sitzung des Zweckverbands nach der Kommunalwahl wurde Karmasin außerdem wieder zu dessen Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Starnbergs Landrat Frey.

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