Soul-Legende Aretha Franklin ist tot

Soul-Legende Aretha Franklin ist tot
Der Mobilfunkmast auf dem Kühberg wird weitergenutzt.

Moralische Zwickmühle 

Rottbach und Überacker aus dem Funkloch rausholen

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In den Ortsteilen Überacker und Rottbach soll der Mobilfunk-Empfang erhalten beziehungsweise verbessert werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen, nachdem man zuvor in Bürgerversammlungen das Votum der Betroffenen eingeholt hatte.

Maisach– Die Debatte wird seit Jahren hitzig geführt. Der Mast am Kühberg bei Überacker wäre im Jahr 2020 vom Netz gegangen – wie vom privaten Grundstückseigentümer versprochen. Er sah sich immer wieder Anfeindungen ausgesetzt. Nach der Abschaltung wäre Überacker quasi ohne Netz gewesen. Doch weil Bürger aus Überacker mehrheitlich und die Gemeinderatsmitglieder einstimmig dafür votiert haben, wird der Eigentümer mit der Telekom über eine Verlängerung des Vertrags verhandeln. Ein anderer Standort in Überacker hatte sich nicht gefunden.

Schwieriger ist es in Rottbach. Dieser Ortsteil ist wegen der wenigen Nutzer für die Telekom finanziell uninteressant. Das Unternehmen hatte sich lediglich dazu bereit erklärt, den auf einem Feld bei Oberlappach stehenden Mast für Behördenfunk zum Mobilfunkmast auszubauen. Allerdings hatte Bürgermeister Hans Seidl (CSU) seinerzeit versprochen, dass der Mast nur für Behördenfunk genutzt wird – mehr nicht. Die Rottbacher entbanden ihn in der Bürgerversammlung von diesem Versprechen – allerdings nicht die Bürger aus Stefansberg und Frauenberg, die in der Bürgerversammlung in Germerswang vor Ort waren. Damals hatte es massive Kritik am Ausbau zum Mobilfunkmast gegeben.

Für Seidl eine Zwickmühle. Er sagte, er fühle sich moralisch an das Versprechen gebunden – bat aber den Gemeinderat, möglichst geschlossen auch für Mobilfunk für Rottbach zu stimmen. Ein Rottbacher, der Rederecht erhielt, appellierte an das Gremium: „Lassen sie Rottbach nicht abgehängt.“ Norman Dombo (SPD) stimmte zu: „Die Versorgung muss gewährleistet sein.“ Zumal es auch in Rottbach keine Alternative gibt. Das Feuerwehrhaus, von der Gemeinde vorgeschlagen, liegt wie sein Pendant in Überacker in einer Senke – ungeeignet. So wurde gegen die Stimmen von Seidl und Josef Strauß (CSU) beschlossen, den Mast mit Mobilfunk zu erweitern.  zag

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