Brückendrama in Genua - Weitere Todesopfer - Neunjähriges Mädchen und seine Eltern geborgen

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Der Habicht ist ein natürlicher Feind der Saatkrähe. Er könnte, eingesetzt von einem Falkner, die Vögel vielleicht aus Wohngebieten vertreiben.

Antrag an Regierung von Oberbayern

Saatkrähen: Auch Maisach hofft auf Falkner

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Auch in Maisach werden Saatkrähen zunehmend zum Problem. Deshalb soll jetzt, wie in Puchheim, ein Falkner zum Einsatz kommen. Maisach will mit betroffenen Nachbarkommunen zusammenarbeiten.

Maisach – Die Saatkrähenkolonie im Ort wächst. Vor allem am Friedhof in Gernlinden und in der Umgebung haben viele Vögel Nester. In den Augen der CSU wird die Belastung durch Lärm und Verkotung für die Anwohner „zunehmend unerträglicher“. Daher müsse man Gegenmaßnahmen ergreifen, so die CSU. Die Fraktion brachte dazu einen Antrag in den Gemeinderat ein, der angenommen wurde. Demnach soll die Gemeindeverwaltung mit betroffenen Nachbarkommunen das weitere Vorgehen abstimmen. Ziel ist, mit geeigneten Mitteln, etwa einem Falkner, die Saatkrähen zu vertreiben: aus den Wohngebieten in die umliegende Natur.

Die Saatkrähen sind geschützt. Der Stadt Puchheim hat die zuständige Naturschutzabteilung der Regierung von Oberbayern dennoch in Aussicht gestellt, dass ein Falkner zur Vergrämung der Krähen in Splitterkolonien zum Einsatz kommen könnte – weil die Belastung zu groß wurde. Auf diese Aussage stützen auch die Maisacher ihre Hoffnungen.

Voliere auf dem Friedhof in Gernlinden?

Die CSU hatte noch eine andere Idee. Man könnte auf dem Friedhof in Gernlinden Volieren mit natürlichen Feinden der Saatkrähe wie Habichten aufstellen. Ob das zielführend ist, hält die Regierung aus fachlicher Sicht für fraglich. Denn die Krähen seien sehr schlau und würden schnell merken, dass von den Greifvögeln keine Gefahr ausgeht. Die Gemeinde wird aber gebeten, ihre Ideen genauer auszuführen.

Eugen Bachhuber, Umweltbeauftragter im Rathaus, sagte im Gemeinderat, das mit der Vergrämung werde schwierig: „Man kann die Vögel schon von irgendwo vertreiben, aber man kann nicht sagen, wo sie sich dann niederlassen werden. Wir müssten sie so lange vertreiben, bis sie sich außerhalb der Wohngebiete angesiedelt haben.“

Die CSU will auf jeden Fall eine Bestandsregulierung in dicht besiedelten Wohngebieten erreichen. Dazu soll nun, mit detaillierten Vorschlägen, ein Antrag bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden.

Eier-Austausch verlangsamt nur die Vergrößerung der Population

Auch Bachhuber hält das Aufstellen einer Voliere für nicht zielführend. Und das Austauschen der Eier gegen Kunst-Eier, wie in Puchheim praktiziert und von der Regierung auch für Gernlinden vorgeschlagen, verlangsame nur die Vergrößerung der Population. Bachhuber verspricht sich am meisten von einem Falknereinsatz. Denn die Akzeptanz der Vögel habe vor allem in Gernlinden deutlich abgenommen: „Eine Koexistenz von Mensch und Tier in dieser Koloniegröße ist innerhalb der Siedlung nicht vertretbar.“

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