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Beispielfoto aus Holzkirchen

In Maisach 

Schon über 60 Anfragen: Riesiges Interesse an Neubaugebiet

Der zweite Bauabschnitt des Neubaugebiets Maisach-Ost stößt auf großes Interesse: Bereits 64 Parteien haben im Rathaus mitgeteilt, dass sie ein Grundstück auf dem Areal nördlich von Pfingstrosenweg und Gertraud-Kölbl-Straße kaufen würden. 

Maisach Ein Quadratmeter Bauland kostet 575 Euro. Die Tendenz geht zu Einfamilien- und Doppelhäusern. „Wir haben täglich neue Eingänge“, berichtete Bauamtsleiterin Michaela Meinhold dem Gemeinderat. Einige der Interessenten kämen dabei aus München.

Eigentlich sollte nur über die Nachfrage informiert werden. Doch dann entstand eine Diskussion, in welchem Umfang man Reihenhäuser im neuen Bauabschnitt berücksichtigen solle. Denn es gibt auch ein paar Interessenten für diesen Haustyp. Die Unabhängigen Bürger (UB) hatten bereits in einer vorhergehenden Sitzung beantragt, dass die Möglichkeit von günstigeren Reihenhäusern nicht aus den Augen verloren werden soll.

Nun regte Peter Aust (UB) an, Dreispänner in den Planungen zu berücksichtigen. Er fand Unterstützung in den Reihen der SPD und der Grünen. Vor allem der soziale Aspekt kam wieder zur Sprache. „Was ist mit den Leuten, die sich kein Doppelhaus leisten können?“, fragte Barbara Helmers (Grüne). Alfons Strähhuber (SPD) merkte an, „dass man den Besitzenden nicht noch etwas reinschieben muss“. Auf der Gegenseite waren Xaver Hirsch (CSU), Alfred Hirsch und Josef Hutter (beide FW) der Meinung, dass man die Wünsche nach Einzel- und Doppelhäusern nicht ignorieren und die Umsetzung des Bauvorhabens daran orientieren sollte.

Auf das Schwaigfeld in Olching verwies unterdessen Leonhard Hainzinger (CSU). Dort gebe es ein „Zwischending“ aus Reihen- und Einfamilienhäusern.

Schließlich einigte man sich darauf, das Thema im Januar noch einmal detailliert aufzubereiten, aber unter folgenden Gesichtspunkten: Die Gewichtung von Doppel- und Einfamilienhäusern soll im Verhältnis 80 zu 20 zugunsten der Doppelhäuser ausfallen. Außerdem soll ein Dreispänner eingeplant sowie die Möglichkeit der von Hainzinger angeregten Kettenhäuser überprüft werden. Dabei handelt es sich um Einfamilienhäuser, die mit weiteren gleichartigen Häusern und dazwischenliegenden Garagen eine Kette bilden.

Mit nur einem Dreispänner könne man das Risiko gering halten, dass das Mittelhaus nicht verkauft werde, sagte Bürgermeister Hans Seidl (CSU). Etwa 30 Bauparzellen sind für den zweiten Bauabschnitt kalkuliert. Trotzdem könne man, so Seidl, natürlich nicht alle Interessenten berücksichtigen. Viele werde man enttäuschen müssen.  SEBASTIAN ÖL

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