Maisacher Gemeinderat stellt weichen

Schulanbau kostet 3,1 Millionen Euro

Die Raumnot an der Maisacher Grundschule kommt der Gemeinde teuer: 3,1 Millionen Euro wird ein Anbau kosten.

Maisach – Die Planung hat der Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit (20:4 Stimmen) abgesegnet. Nötig wird der Neubau, weil in der Grundschule ab September 16 Klassen unterrichtet werden müssen – eine mehr als bisher. Weil die Schule ohnehin schon aus allen Nähten platzt, muss die Mittagsbetreuung einen Raum für eine weitere Klasse freimachen. Sie zieht vorläufig in Container an der Lusstraße, wird aber im Anbau eine neue Heimat finden. Der soll drei Geschosse auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Riedlstraße 6 bekommen.

Wie das Vorhaben aussehen soll, stellte Planer Alexander Pfletsch den Gemeinderäten vor. Im Untergeschoss sollen demnach Werk-, Handarbeits- und Mehrzweckraum entstehen. Darüber werden Mensa, Bibliothek, Nebenzimmer mit Küche und ein Raum für die Jugendsozialarbeit untergebracht. Die vier neuen Gruppen- sowie drei Hausaufgabenräume für die Mittagsbetreuung sind im Obergeschoss eingeplant. „Alt- und Neubau werden auf mehreren Ebenen miteinander verbunden“, erläuterte der Planer. So soll es im Obergeschoss einen Verbindungstrakt geben. Im Untergeschoss ist eine Garderobe geplant, die ebenfalls vom Altbau aus betreten werden kann.

Um Licht in den gesamten Gebäudetrakt zu bekommen, hat der Planer sowohl große Fensterfronten als auch ein asymmetrisches Satteldach mit einem Oberlicht entworfen. Doch die Dachform stieß nicht bei allen Räten auf Gegenliebe. Alfons Strähhuber (SPD) wollte prüfen lassen, ob auch ein geichschenkliges Satteldach möglich ist, ohne Licht einzubüßen. Bei Stefan Pfannes (CSU) kam der Planentwurf dagegen gut an: „Bei einem gleichschenkligen Satteldach wird der First höher und das Gebäude wuchtiger.“ Bürgermeister Hans Seidl (CSU) hatte indessen Bedenken gegen eine weitreichende Planungsänderung wegen des „sportlichen Zeitplans“ geäußert: Das neue Gebäude soll nämlich bereits Ende 2018 fertig sein. Letztlich setzten sich die Kritiker der Dachform aber ohnehin nicht durch. Mehr Erfolg hatte Gottfried Obermair (FW), der anregte, gleich die Installation einer Photovoltaikanlage vorzubereiten.

Die reinen Baukosten für den Neubau belaufen sich laut Pfletscher nach derzeitiger Schätzung auf 2,14 Millionen Euro. Dazu kommt die Gestaltung des Außenbereichs, für die Michaela Meinhold Kosten in Höhe von 200 000 Euro schätzt. Die Baunebenkosten beziffert die Bauamtsleiterin auf 25 Prozent der Gesamtkosten. Dazu kommen jeweils 40 000 Euro für den Abriss des bestehenden Gebäudes auf dem Grundstück und den Bau eines Stuhllagers bei der Aula. Die Gesamtkosten würden sich damit auf 3,1 Millionen Euro belaufen. „Damit bewegen wir uns in etwa in dem Rahmen, den wir bei der Aufstellung des Haushalts angenommen haben“, sagte Seidl. Darin sind rund drei Millionen Euro für die Baumaßnahmen bereitgestellt.

Von Andreas Daschner

Rubriklistenbild: © dpa

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