Entscheidung verschoben

Sechs Feuerwehrhäuser – ein Sanierungsfall

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Die Freien Wähler (FW) haben im Gemeinderat beantragt, ein Sanierungskonzept für die sechs Feuerwehrhäuser in der Großgemeinde aufzustellen. Das führte zu einer Diskussion über den noch geheimen Feuerwehrbedarfsplan – und schließlich in die Leere.

Gottfried Obermair, FW-Fraktionschef, Energiereferent und Kommandant in Germerswang, wollte, dass man sich einen Überblick verschafft. Sind die Heizungen richtig eingestellt? Welche Kühlschränke verbrauchen wie viel Strom? Lässt sich bei der Beleuchtung etwas einsparen? Und was müsste an der Gebäudehülle, sprich Dämmung, gemacht werden? Obermair bot der Gemeinde eine kostenlose Beratung durch Ziel 21 an, schließlich sei er ja auch Vorsitzender des Energiewendevereins.

Ric Unteutsch (SPD) warnte: „Das wird ganz schnell sehr teuer.“ Obermair wandte ein, dass es vorrangig um Einsparungen bei Licht und Heizung gehe, „nicht um bauliche Eingriffe“.

Gabriele Rappenglitz (CSU) wollte kein Sanierungskonzept angehen, solange man nicht wisse, wohin die Reise ganz generell gehe: „Es wird seit eineinhalb bis zwei Jahren vom Feuerwehrbedarfsplan gesprochen und wir haben ihn noch nicht gesehen.“

In dem Plan geht es zum Beispiel darum, tagsüber genügend Einsatzkräfte zu haben. Thema ist auch, wer wann neue Fahrzeuge und Drehleitern braucht, ob genug Atemschutzträger im Dienst sind und ob die Feuerwehren Germerswang und Malching vielleicht in Zukunft ein gemeinsames Gerätehaus haben. Auch generelle Veränderungen wie dichtere Bebauung und höhere Häuser müssen berücksichtigt werden, genauso die Südumfahrung.

Angedacht werden soll in dem Konzept auch, ob eine gemeinsame Werkstatt für alle Wehren möglich wäre: für Schlauch-, Atemschutz- und Kleiderpflege sowie Geräteprüfungen und Fahrzeugwä- sche. Dafür bräuchte man dann aber hauptamtliches Personal, vielleicht könnte eine solche Werkstatt an den Bauhof angegliedert werden.

Im November 2016 war beschlossen worden, mit fachlicher Unterstützung ein Konzept zu erstellen. Damals hieß es, das werde rund sechs Monate dauern.

Den gedanklichen Schwenk zum Feuerwehrbedarfsplan befand Obermair als nicht passend zu seinem Antrag: „Wir brauchen es ja nicht unnötig kompliziert machen.“ Der Gemeinderat einigte sich schließlich darauf, eine Beratung von Ziel 21 in Anspruch zu nehmen und dann weiter zu diskutieren.

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