Altenheim

Senivita: Beirat nimmt Essen unter die Lupe

Nach dem Ärger um die Sparmaßnahmen in den Senivita-Altenheimen im Landkreis tut sich nun etwas. 

Gernlinden– Auch in der Einrichtung in Gernlinden hat sich ein Heimbeirat gegründet. Die Kommunikation mit dem Träger des Seniorenzentrums verbessere sich, heißt es.

Die Sparwelle der Senivita-Altenheime in Emmering, Gernlinden und Maisach hatte für große Aufregung gesorgt. Bewohner und Mitarbeiter klagten über unzumutbare Verhältnisse. Besonders das Essen und die hauswirtschaftlichen Leistungen, die nach mehreren Entlassungen von Servicekräften über eine Cateringfirma laufen, wurden bemängelt. Dann hatten sich auch die beiden Bürgermeister eingeschaltet und Verbesserung gefordert. Immer wieder war von der Notwendigkeit von Beiräten die Rede – als vermittelndes Gremium.

Im Senivita-Haus in Emmering gibt es einen Beirat (wir berichteten), nun auch in Gernlinden. In erster Linie soll die Kommunikation zwischen der Geschäftsleitung der Pflegeeinrichtung und den Bewohnern sowie deren Angehörigen verbessert werden. „Der Beirat wurde in Eigeninitiative gegründet. Eine weitere Angehörige und ich haben das Gremium ins Leben gerufen“, berichtet Kordula Deubert, Tochter eines Senivita-Bewohners. Der Beirat setze sich zusammen aus zwei Bewohnern, vier Angehörigen, der Vize-Vorsitzenden des Beirats für Menschen mit Behinderung, Alexandra Metzger, und CSU-Gemeinderätin Silvia Heitmeir. „Somit besteht auch ein Draht zur Kommune“, sagt Deubert.

Wichtiges Thema der jüngsten Sitzung sei die Essenssituation gewesen. Anwohner kritisieren nach wie vor die Qualität der Speisen. Außerdem seien die hauswirtschaftlichen Leistungen nicht zufriedenstellend. „Dazu hatten wir Vertreter der zuständigen Cateringfirma eingeladen“, erzählt die 63-Jährige. Doch der Termin kam nicht zustande. Nun ist ein Treffen im September geplant. „Dann sollen die Verantwortlichen Stellung beziehen.“

Bereits jetzt sieht Deubert Fortschritte. Die Zusammenarbeit zwischen dem Beirat und dem Senivita-Geschäftsführer Christian Henkens sei sehr gut. „Er macht sich stark für die Bewohner“, freut sich Deubert. Die Dinge ändern sich nicht von heute auf morgen, sagt die Gernlindenerin. „Aber wir sind auf einem guten Weg.“ (amü)

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