Sportclub-Mitglieder bauen um

Tennisplätze weichen neuer Halle

Beim SC Malching gab es zuletzt immer weniger Tennisspieler. Doch davon profitiert jetzt der gesamte Verein. Auf der Fläche des bisherigen Tennisplatzes ist eine neue Gerätehalle entstanden. Dabei haben die Mitglieder sich mit rund 2200 Arbeitstunden eingebracht. Das wird am Samstagabend mit einem Helferfest belohnt.

Malching – Rund drei Monate lang war im Maisacher Ortsteil gewerkelt worden. Im März begannen die Arbeiten. Ende April waren alle Fundamente fertig. Die Hallenmontage begann eine Woche später. Ende Juni konnte das Gebäude in Betrieb genommen werden. Jetzt, kurz vor dem Fest für alle Helfer, ist in den Augen von Vereinsvorsitzendem Georg Vetterl der richtige Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen.

„Wesentliche Gewerke wurden von einem erfahrenen Hallenbauunternehmen durchgeführt“, berichtete er. Eine Grundlage des Umsetzungskonzepts sei jedoch ein hoher Eigenleistungsanteil gewesen. Und so kann Vettterl stolz vermelden, dass von 55 Mitgliedern in drei Baumonaten rund 2200 Stunden Eigenleistung erbracht wurden. Die Schwerpunkte der Eigenleistung lagen in den Gewerken Rückbau der Tennisanlage und Materialhütte, Betonarbeiten, Hallenbau, Dacharbeiten, Innenausbau sowie Außenanlagen.

„Für einen reibungslosen Sportbetrieb hat diese Gerätehalle eine hohe Bedeutung“, sagt Vetterl. Sie eröffne dem Verein gleichzeitig neue strukturelle Möglichkeiten.

Die Realisierung des Vorhabens war natürlich von der Verfügbarkeit einer geeigneten Fläche abhängig. In diesem Zusammenhang wurden die stark sinkenden Aktivitäten in der Tennisabteilung als Chance genutzt. Trotz diverser Aktivierungsversuche wurden die aktiven Tennisspieler im Verein immer weniger – und die Nutzung der Plätze sank auf ein Maß, das einen Weiterbetrieb der Tennisanlage in Frage stellte.

Rasenmäher beiBauer untergestellt

Vor diesem Hintergrund begannen im Jahr 2015 die Planungen für eine sinnvolle Nachnutzung. Schnell kristallisierte sich heraus, dass für den SC Malching eine Erweiterung in Form einer Gerätehalle sinnvoll wäre. Zum einen galt es, für die nächsten Jahre eine existierende alte Materialhütte zu ersetzen beziehungsweise zu renovieren. Zum anderen reichten die verfügbaren Lagerkapazitäten des Vereins bei weitem nicht mehr aus. Vetterl: „Diverse Geräte wie der Rasenmäher und Materialien mussten bei Landwirten des Orts untergebracht werden.“

Außerdem sollte ein abgetrennter Raum für die Unterbringung der Bälle und des Equipments zur Markierung der Fußballplätze in die Gerätehalle integriert werden, um die beengten Verhältnisse in den bisherigen Gebäuden zu beenden. Das Projekt wurde im Planungsverlauf durch die Gemeinde Maisach und den Bayerischen Landes-Sportverband gefördert sowie mit Zuschüssen unterstützt.  tb

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