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Die alte und neue Vorsitzende: Heidi Minderlein und ihre Tochter Daniela Ender.

Neuwahlen

Tierfreunde verkleinern Einsatzgebiet

Vorläufiges Aufatmen bei den Tierfreunden Brucker Land: Es gibt eine neue Vorsitzende. Daniela Ender (43) tritt die Nachfolge ihrer Mutter Heidi Minderlein an. Sie kündigte gravierende Änderungen an. Auch bei der Finanzierung gibt es noch offene Fragen.

Überacker – Ender sagte, dass die Tierfreunde künftig vorzugsweise Tiere aus dem Gemeindegebiet Maisach annehmen würden. „Selbstverständlich werden wir uns um vor der Station abgelegte Fundtiere kümmern und sie entsprechend versorgen“, so Ender. Doch: „Wir können uns nicht mehr um durchschnittlich 100 Tiere gleichzeitig kümmern, wir müssen auf 60 bis 70 reduzieren, mehr schaffen wir personell nicht.“

Bereits vor zwei Jahren hatte Minderlein (64) bekannt gegeben, dass sie aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz abgeben muss. Sie hatte entscheidenden Anteil am Aufbau der Tierauffangstation, die jetzt dringend neue Geldquellen sucht. Die Tierfreunde haben deshalb angeregt, dass alle Kommunen im Landkreis 25 bis 50 Cent pro Einwohner und Jahr zahlen, um die Auffangstation aufrechterhalten zu können.

Mit dem Ausscheiden Minderleins müsste nach Meinung der Tierschützer eine hauptamtliche Vollzeitkraft eingestellt werden, weil die 25 aktiven Ehrenamtlichen den hohen zeitlichen Aufwand nicht mehr stemmen könnten. Das Landratsamt bewilligte dem Verein eine 450-Euro-Kraft. Aber: Künftig sollten die Tierfreunde neben Nagern und Katzen auch Hunde aufnehmen und allen Kommunen detaillierte Rechnungen für Fundtiere aus ihrem Bereich vorlegen, da sonst keine weiteren Zuschüsse gewährt werden könnten.

Eine Hundehaltung wurde inzwischen wegen möglicher Lärmbelästigung von Nachbarn verworfen. „Damit war unsere letzte mögliche Option zur Rettung der Tierauffangstation auf Null gesunken“, sagte Minderlein in ihren Abschlussbericht.

Der Versammlung der Tierfreunde wohnten auch Bürgermeister Hans Seidl, 3. Bürgermeisterin Waltraut Wellenstein und Altbürgermeister Gerhard Landgraf bei. Seidl mahnte an, dass die Tierschützer nun ihrerseits den Kontakt und Austausch mit den Kommunen suchen müssten. Die 20 Cent pro Einwohner seien nach Meinung Seidls eine Verhandlungsgrundlage, auf der die Tierschützer aufbauen könnten. „Wir werden nachhaken und das Gespräch mit den Verantwortlichen auf kommunaler Ebene suchen“, betonte Ender.

Bei den Neuwahlen wurden Schriftführerin Ruth Goblirsch-Falkner und Rechnungsprüferin Doris Treml bestätigt. Peter Minderlein wurde Schatzmeister.  akk

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