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Bei TV-Arbeiten zusammengebrochen: SPD-Politiker Thomas Oppermann ist tot

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Kümmert sich um Effi, Elena und viele andere Tiere: Vereinschefin Andrea Mittermeir. Das macht Freude, bringt aber auch viele Sorgen mit sich.
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Kümmert sich um Effi, Elena und viele andere Tiere: Vereinschefin Andrea Mittermeir. Das macht Freude, bringt aber auch viele Sorgen mit sich.

Vor einem Jahr stand die Station vor dem Aus

Die Tierstation ist gerettet – aber knapp bei Kasse

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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28 Katzen, zwei Wellensittiche, 30 Tauben und neun Kaninchen – all diese Tiere werden derzeit in der Auffangstation TierQuarTier versorgt. Das macht viel Arbeit und kostet Geld.

Maisach – Über ein Jahr ist es nun her, dass die drohende Schließung der Tierstation „Tierfreunde Brucker Land“ abgewendet werden konnte. Im Mai 2019 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Seitdem agiert Andrea Mittermeir als Vorsitzende. Rückblickend war das letzte Jahr für die Chefin der Tierstation „total spannend“. Der Zuspruch, den sie und ihr Team erhalten haben, sei immer positiv gewesen. Schwierig gestalte sich aber weiter die Finanzierung der Auffangstation.

Die größte Sorge machen den Tierfreunden jedoch freilaufende Katzen, die nicht kastriert sind. Deswegen sprach Andrea Mittermeir im Gemeinderat Egenhofen vor. „Uns geht es darum, dass die Leute ihre Katzen im Haus lassen, bis sie kastriert sind“, sagt Moorenweiserin. Denn die Freigänger vermehren sich unkontrolliert und tragen zu einer steigenden Streunerpopulation bei.

Mittermeir plädiert für Kastrationspflicht

Eine Kastrationspflicht würde hier helfen. „Wir hätten dann bestimmt 50 Prozent weniger Kätzchen“, schätzt Mittermeir. Letztendlich bedeute jedes Fundtier Kosten für die Gemeinde. Denn im Landkreis müssen die jeweiligen Kommunen für das gefundene Tier aufkommen – je nachdem, wo es aufgegriffen wurde. Der Tierfreunde stellen dann eine Rechnung an die Gemeinde. Der Betrag ist variabel, da es darauf ankommt, wie das Fundtier medizinisch versorgt werden muss, so die Chefin der Auffangstation. „Eine Kastration wird von der Kommune jedoch nicht bezahlt“, betont die 49-Jährige.

Nicht alle können gerettet werden: In der Tierstation gibt es einen Erinnerungsaltar.

Im „TierQuarTier“, so heißt die Auffangstation der Tierfreunde Brucker Land in der Bergstraße, sind im Moment 28 erwachsene Katzen, mehrere Kätzchen – das Jüngste erst einige Wochen alt –, zwei Wellensittiche, 30 Tauben und neun Kaninchen in der Obhut. Die Finanzierung der Verpflegung und der ärztlichen Versorgung erfolgt größten teils durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Mittlerweile gibt es aber auch die Möglichkeit einer oder mehrerer Patenschaften. „Das haben wir seit dem letzten Jahr neu eingeführt“, erzählt Andrea Mittermeir. Mit einer monatlichen Überweisung kann man beispielsweise ein Tier unterstützen, das man sich selbst aussuchen darf. Die Paten können ihr Patentier im TierQuarTier ab und zu besuchen, erklärt die Vorsitzende. Futter und Kastrationen können ebenfalls mit Geldern einer Patenschaft finanziert werden.

800 Euro als Geburtstagsspende erhalten

Besonders freuen sich Mittermeir und ihre Kollegen über private Spenden-Aktionen Zuletzt hatte eine Dame anlässlich eines runden Geburtstages statt Geschenke und Blumen um Spenden für die Tierfreunde gebeten. 800 Euro kamen so zusammen.

Auch die Jüngeren können den Tieren helfen. „Einmal in der Woche trifft sich unsere Kindergruppe“, erzählt Mittermeir. Mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin lesen die Kinder beispielsweise scheuen Katzen vor oder misten den Kaninchenstall aus. „Wir suchen aktuell noch eine zweite Kraft, die eine zweite Kindergruppe leiten möchte“, sagt Andrea Mittermeir.

Die Tierfreunde suchen außerdem ein Auto. Fundtiere, Sachspenden oder Ähnliches abzuholen, wäre dann um einiges leichter.

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