Alles läuft gut: Das deutsch-togoische Operationsteam hatte sich schnell eingespielt.

Togohilfe ermöglicht Hüft-Operationen

Bisher unterstützte die Maisacher Togohilfe den Partnerverein in Togo, Aimes Afrique, bei der Durchführung von Ärzteeinsätzen auf dem Land. Nun gibt es eine neue Herausforderung: Hüft-Operationen zu ermöglichen.

Maisach

Immer wieder präsentierten sich bei Ärzteeinsätzen Patienten mit schweren Hüftschäden, die sich verzweifelt in ihr Schicksal ergeben mussten. Von künstlichen Hüften hatten sie noch nie gehört. Die Ärzte von Aimes Afrique klären die Menschen auf: Es gibt für diese Leiden Hoffnung durch die moderne Medizin. Aber die Durchführung von Hüft-OPs stellt eine große Herausforderung dar: ein entsprechend ausgestatteter OP, die anspruchsvollen Operationsgeräte, die teuren Hüftprothesen – all das steht in Togo nicht zur Verfügung.

Die Togohilfe finanzierte mit Eigenmitteln und einem Zuschuss des Freistaates Bayern das notwendige Equipement für den Operationssaal der Clinique International Kodom in Lomé. Der Maisacher Verein mobilisierte außerdem mit Aimes Afrique Orthopäden aus Bayern, die ehrenamtlich und auf eigene Kosten nach Togo reisten. Kaum angekommen, krempelten sie die Ärmel hoch und fingen an zu operieren.

Das deutsch-togoische Operationsteam hatte sich schnell eingespielt. Die Operationen für arme Patienten gelingen problemlos und alle freuen sich. Margret Kopp, Vorsitzende der Togohilfe, sagt: „So sieht effektive, nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit aus: zum Wohle armer Patienten als Soforthilfe und zur Verbesserung der medizinischen Kapazitäten als nachhaltige Investition.“ Die Hilfe komme an und wirke langfristig. Daher sammle der Verein weiter Spenden für das Projekt.

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