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Trinkwasser

Vorstoß in Maisach

Trinkwasser soll nicht mehr zum Löschen von Bränden verwendet werden

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Aufbereitetes Maisacher Trinkwasser soll nicht mehr als Löschwasser verwendet werden. Das ist zumindest das Ziel von Bürgermeister Hans Seidl (CSU). Doch ob das umgesetzt werden kann, darüber herrschen im Gemeinderat Zweifel.

Maisach –  Die Gemeinde habe viel in die Sicherung und Vergrößerung des Trinkwasserschutzgebietes und die Förder- und Lagertechnik investiert. „Unser Trinkwasser ist damit nicht nur ein hochwertiges Nahrungsmittel, sondern auch wirtschaftlich ein wertvolles Gut geworden“, sagte Seidl in der Sitzung.

Man müsse darüber nachdenken, so Seidl, ob es noch zeitgemäß und sinnvoll ist, dieses als Löschwasser einzusetzen. Der Rathauschef will stattdessen in neuen Gewerbegebieten Grundwasserzisternen oder feste Löschwassertanks installieren.

Tanks müssten im Winter beheizt werden

Feuerwehrreferent Leonhard Hainzinger (CSU) meinte, dass die Löschwasserversorgung für die Feuerwehr in jedem Fall gewährleistet sein müsse. Dass das mit den von Seidl vorgeschlagenen Alternativen möglich ist, bezweifelt Ric Unteutsch (SPD), selbst bei der Gernlindner Wehr aktiv. So müssten die Tanks beheizt werden, um ein Einfrieren im Winter zu verhindern. Außerdem verkompliziert sich laut Unteutsch der Aufbau der Löschvorrichtung. Während ein Anschluss am Hydranten von nur einer Einsatzkraft bewältigt werden kann, müssten bei Zisternen mehrere Feuerwehrler eine Saugpumpe aufbauen.

Bürgermeister will Umdenken bewirken

Für Unteutsch, 2005 bis 2015 Feuerwehr-Kommandant, ist Trinkwasser das effizienteste Löschmittel. Er lehnte Seidls Vorschlag aus fachlichen Gründen ab – obwohl Seidl darauf verwies, dass andere Kommunen getrennte Systeme hätten: „Dort könnte man sich informieren, wie es funktioniert.“ Seidl will das System nicht von heute auf morgen umstellen: „Es geht darum, ein Umdenken anzustoßen und zu prüfen, ob es anders geht.“

In diesem Zusammenhang regte Christine Wunderl (Grüne) an, dass auch der Bauhof die Grünflächen in der Gemeinde künftig nicht mehr mit Trinkwasser gießen soll. Wunderls Vorschlag wurde einstimmig angenommen, Seidls Antrag bekam eine 18:5-Mehrheit. Die Verwaltung soll das Thema nun aufbereiten.

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