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Maisach hat viel Gewerbesteuer eingenommen.

Mehr Gewerbesteuer

Trotz Rekord-Haushalt wird in Maisach konservativ geplant

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Wieder ein Rekordhaushalt in Maisach: Der Etat für 2020 hat ein Gesamtvolumen von rund 54,4 Millionen Euro.

Maisach –  Der Gemeinderat blickt auf die höchste Ertragslage und den höchsten Rücklagenbestand, zugleich auf die geringste Verschuldung, die es jemals gab. Aber so wird es nicht bleiben, warnte Kämmerin Angelika Braunmüller im Haupt- und Finanzausschuss, der den Haushaltsplan beriet: Die Einnahmen durch Gewerbesteuer werden sinken, die Kreisumlage wird steigen. Man müsse abwarten, ob man sich auch künftig große Investitionen leisten könne.

Schon im laufenden Jahr gab es große Verschiebungen. Zum Beispiel 9,2 Millionen Euro mehr bei der Gewerbesteuer, weil ein paar Betriebe hohe Nachzahlungen zu leisten hatten. „Aber das ist ein Einmaleffekt“, erinnerte Braunmüller. Auf der anderen Seite mussten deshalb 1,4 Millionen Euro mehr bei der Gewerbesteuerumlage gezahlt werden. Im Vermögenshaushalt wurden 3,2 Millionen Euro weniger eingenommen, weil ein Grundstück nicht verkauft werden konnte. Zugleich wurden 12,8 Millionen Euro nicht investiert: Weil die Projekte nicht so weit waren wie gedacht.

Anfang des Jahres liegen nun also rund 25,6 Millionen Euro auf den Konten – gerechnet worden war mit nur 5,4 Millionen Euro.

Doch ab 2020 stehen viele teure Projekte an. Schon nächstes Jahr werden 6,1 Millionen Euro aus den Rücklagen benötigt, 2021 und 2022 sind es dann jeweils rund zehn Millionen Euro.

Mehr Stellen für das Rathaus Maisach

Apropos Großprojekte. Laut Bürgermeister Hans Seidl (CSU) scheinen diese „finanziell möglich zu sein“. Aber personell (noch) nicht: Es gibt zu wenige Mitarbeiter im Rathaus, weshalb 2020 neue Stellen geschaffen werden. Maisach habe mittlerweile über 14 000 Einwohner, sagte Seidl. Doch in der Verwaltung sei man für eine solche Größe noch nicht gerüstet. Daher sei der Arbeitsaufwand der vergangenen Jahre „an die Substanz des Personals gegangen“.

Kämmerin Braunmüller rechnet 2020 mit Einnahmen von rund 11,3 Millionen Euro bei der Einkommensteuerbeteiligung und rund 9,8 bei der Gewerbesteuer. Insgesamt müssten die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren auf einem Niveau von etwa 25,5 Millionen Euro bleiben, „da sonst die Finanzierung unserer stark gestiegenen Ausgaben nicht mehr möglich ist“. Die Ausgaben nämlich werden 2020 noch wachsen. Für die Kreisumlage sind voraussichtlich über 9,4 Millionen fällig. Das Personal kostet 5,9, die Kinderbetreuung etwa 6,6 Millionen Euro.

Seidl sagte im Ausschuss, man müsse weiterhin konservativ planen. Durch das gute Ergebnis heuer müsste die Gemeinde 2021 viel höhere Umlagen zahlen. 

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