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Verein wird immer größer

TSV Gernlinden wünscht sich eigene Sporthalle

  • Helga Zagermann
    VonHelga Zagermann
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Der TSV Gernlinden wächst und wächst, daher wurde der Wunsch nach einer eigenen Sporthalle laut. Auf Antrag der CSU hat der Maisacher Gemeinderat nun einstimmig beschlossen, die Möglichkeiten zu prüfen.

Maisach – Im kommenden Jahr 2019 soll der Verein intern abklären, ob die Mitglieder zustimmen und die Eigenmittel vorhanden wären. Wenn dann Ende 2019 der gemeindliche Haushalt für 2020 aufgestellt wird, prüfen die Kommulapolitiker, ob und wie das Projekt zu realisieren wäre.

Das Vorhaben liegt allen schon länger am Herzen. Ende 2017 hatte die CSU den Antrag gestellt, Anfang 2018 fand ein Gespräch mit TSV-Vertretern statt. Letztere haben sich mittlerweile ausführlich beim Bayerischen Landessportverband (BLSV) über die Modalitäten erkundigt. Fest steht: Eine Förderung durch den BLSV ist nur möglich, wenn der TSV die Halle selbst baut. Die Gemeinde darf also nicht der Bauherr sein.

Förderfähig sind nur Kosten bis maximal drei Millionen Euro, wobei eine Halle – je nach „Möblierung“ und Zusatzwünschen – auch mehr kosten kann. Geht man von den drei Millionen Euro aus, so müsste der TSV 300 000 Euro erbringen. Vom BLSV kämen 600 000 Euro als Zuschuss und 300 000 Euro in Form eines zinsverbilligten Darlehens. Blieben 1,8 Millionen Euro bei der Gemeinde Maisach. Wenn die Halle teurer als drei Millionen Euro wird, müsste die Gemeinde noch mehr investieren.

Möglich wäre wohl, dass die neue Halle auch anderen Vereinen zur Verfügung stünde und diese in Zukunft zusammen mit dem TSV zu 100 Prozent die Betriebskosten tragen. Derzeit ist aber noch nicht geklärt, wie der Bedarf ist und ob eine Einfeld- oder Zweifeld-Halle angestrebt wird.

Stefan Pfannes sagte im Namen der CSU, dass man 2019 vieles ausloten müsse. 3. Bürgermeisterin Waltraut Wellenstein (SPD) fügte hinzu, für die Ortsentwicklung von Gernlinden wäre die Halle zu begrüßen.

Unter den Zuhörern im Sitzungssaal saß TSV-Vize Erwin Bader. Er betonte: „Die Halle ist eigentlich unabdingbar.“ Die Gymnastikabteilung habe mittlerweile rund 600 Mitglieder, die Nutzungszeiten in der Grundschulturnhalle reichten bei weitem nicht aus. Rund 700 TSV-Mitglieder (ohne Fußballer) bräuchten Platz in einer Halle. „Und es bringt uns ja nichts, wenn wir ein Mutter-Kind-Turnen um 21 Uhr ansetzen.“

Über eine mögliche Finanzierung berät der Gemeinderat Ende 2019. Erst dann geht es auch um Grundstücksfragen.

Gottfried Obermair (FW) stimmte zwar auch für dieses Vorgehen. Er erinnerte aber daran, dass die Kämmererin bei den Haushaltsberatungen eine Woche zuvor betont hatte, dass es auch 2020 ganz eng werde. Es hieß, man müsse sparen. Warum nun plötzlich vielleicht doch wieder zwei Millionen Euro zur Verfügung stehen, sei ihm ein Rätsel. Bürgermeister Hans Seidl (CSU) entgegnete, dass man sich die finanzielle Situation ganz in Ruhe Ende 2019 ansehen werde.  zag

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