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Johann Froschmeier züchtet seit vielen Jahren Hühner

Aus Überacker für den Landkreis

Direktlieferanten fürs Osterfest

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Färben und Verstecken: Eier sind zu Ostern der Renner in Supermarkt und Hofladen. Auch bei Johann Froschmeier steht das Hühnergelege zum Fest der Auferstehung hoch im Kurs. Gekauft hat der 74-Jährige allerdings seit einem halben Jahrhundert keine Eier mehr. Seine Produzenten leben in seinem Garten.

Überacker – Wenn es flattert, ist es faszinierend. Dieser Grundsatz galt für Johann Froschmeier schon als Kind. Und bis heute hat sich daran nichts geändert. Vögel sind seine Leidenschaft, ihnen widmet der Rentner einen Großteil seiner Zeit. Doch es sind nicht irgendwelche Flattermänner. Durch die unzähligen Volieren in seinem Garten sausen ausschließlich Rassetiere. Tauben gurren durch die Gegend, Fasane stolzieren herum, der Pfau präsentiert seiner Frau stolz sein imposantes Federkleid. Und dann sind da noch die Hühner – natürlich auch Rassetiere.

Da gibt es etwa die Augsburger, die ihren Ursprung in der Schwaben-Metropole haben und als einzige bayerische Hühnerrasse gelten. Die zwölf Hennen legen im Durchschnitt sechs Eier am Tag. Pro Jahr kommt Froschmeier also auf über 2000. Die werden entweder zum Frühstück verputzt oder seine Frau Irmgard kredenzt dem 74-Jährigen daraus Mahlzeiten beziehungsweise Gebäck. Und manchmal wandert ein Huhn auch in den Kochtopf.

Sein Wissen über Geflügel hat sich Froschmeier über Jahrzehnte angeeignet. Seit 65 Jahren ist er beim Rassegeflügel-Zuchtverein Maisach, seit vier Jahrzehnten tourt er durch die Republik und bewertet als Preisrichter die Zuchterfolge seiner Kollegen. Über seine Leidenschaft hat er auch mehrere Bücher geschrieben.

Am liebsten aber ist Johann Froschmeier bei seinen Tieren im heimischen Garten. Und für seine Faszination hat er auch den Nachwuchs begeistern können. Sein Enkel ist ganz verrückt nach den Hühnern und ihren Eiern. Wann immer er zu Besuch ist kommt die Frage: „Opa, wann gehen wir die Hühner füttern?“ Und auch beim Suchen und Einsammeln der Eier ist der Dreijährige mit Feuereifer dabei. Der Opa ist ob dieser Begeisterung ganz gerührt. „Des gfreit mi narrisch“, sagt er voller Stolz.

Und jetzt zu Ostern werden die Eier – Froschmeier hat weiße, beige, braune und sogar grüne – selbstverständlich auch gefärbt. Dafür ist dann die Oma zuständig – natürlich mit tatkräftiger Unterstützung des Enkels.

Damit es zum Osterfest einen ausreichenden Vorrat gibt, fangen der Dreijährige und sein Opa schon einen Monat vorher mit dem Horten an. Die Nachbarn, die sonst immer wieder in den Genuss von Überbeständen kommen, gehen zu Ostern allerdings leer aus. „Da wollen alle Eier, aber die Hühner legen ja nicht mehr, nur weil Ostern ist“, sagt Froschmeier.

Begehrt sind Eier wie Hühner übrigens nicht nur bei den menschlichen Nachbarn. Die Froschmeiers leben am Ortsrand von Überacker. Und das Gegacker und Gegurre in seinem Garten lockt auch ungebetene Gäste an. So schaut etwa der Fuchs gerne vorbei. So ein Huhn samt Eiern ist schließlich eine willkommene Abwechslung in dessen Speiseplan. Froschmeier hat aber eine Art Vorwarnsystem. Einer seiner Nachbarn ist auch auf den Geschmack frischer Eier aus dem eigenen Garten gekommen. Und der ist meist erste Anlaufstation für das Raubtier. Froschmeier: „Wenn der Nachbar sagt, dass der Fuchs da war, bin ich gewarnt.“

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