Unrat, Scherben und Müll am Emmeringer See.
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Müll und zerschlagene Flaschen liegen oft um die Skatebahn nahe des Strasserwinkels verteilt. (Symbolbild)

Anzeige gegen zwei Randalierer

Vandalismus an Skatebahn: Jetzt sollen Streetworker helfen

  • Helga Zagermann
    VonHelga Zagermann
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Jugendliche, die Bänke zerstören und rund um die Skatebahn nahe des Rewe-Supermarktes Scherben verteilen, sorgen für Ärger in Maisach. Gegen zwei Randalierer wurde Anzeige erstattet. Überlegt wird sogar, die Jugend-Anlage nahe des Strasserwinkels ganz zu schließen.

Maisach – Evi Huttenloher (CSU) ist Spielplatzreferentin und damit auch zuständig für die Outdoor-Treffpunkte der Älteren. Sie sprach das Thema im Gemeinderat auch deswegen an, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Viele Jugendliche hätten sich damals einen Treffpunkt dort auf dem Feld nahe des TSG-Sportheims gewünscht. Hier können sie chillen, Musik hören, bolzen, Basketball spielen, auf die Skateanlage und mit dem BMX fahren. Ohne dass sie gestört werden – aber auch ohne Anwohner zu stören. Denn, wie Rathaus-Amtsleiter Peter Eberlein sagte: „Da ist drumherum nichts.“ Deshalb fehle aber auch die soziale Kontrolle von Erwachsenen, wenn einige wenige der jugendlichen Besucher über die Strenge schlagen.

Wie Huttenloher berichtete, war zuletzt mit vom TSG-Gelände geklauten Absperrstempen eine Bank zertrümmert worden. Bauhofmitarbeiter seien derzeit jeden Tag vor Ort, um Müll und vor allem Scherben von mutwillig zerschlagenen Flaschen aufzusammeln. Wie Bürgermeister Hans Seidl (CSU) bestätigte, laufe eine Strafanzeige der Gemeinde gegen zwei Jugendliche wegen „aktiver Sachbeschädigung“.

Evi Huttenloher, Spielplatzreferentin

Der Gemeinderat einigte sich darauf, die Pädagogen des Jugendzentrums um Hilfe zu bitten. Sie sollen die Jugendlichen gezielt ansprechen. Es wird sogar überlegt, den Platz dichtzumachen – wenn sich nicht bald etwas bessert. Seidl befürchtet aber, „Einsicht und Gesprächsbereitschaft sind äußert beschränkt“.

Eine Sperrung des Platzes halten Jugendreferent Peter Aust (SPD) und Barbara Helmers (Grüne) für den falschen Weg. Damit bestrafe man die Mehrheit der verantwortungsbewussten Jugendlichen. Auch Huttenloher wäre es lieber, nicht hart durchgreifen zu müssen – schließlich sei das Gelände ein schöner Treffpunkt und man habe nach einer Umfrage unter der Jugend sogar neue Rampen für die Skatebahn bestellt, die demnächst eingebaut werden sollen.

Angesprochen wurde noch, dass man wohl generell mehr für Heranwachsende anbieten müsse, etwa Jugendräume. Zudem soll im Rathaus geprüft werden, ob Videoüberwachung zulässig wäre.

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