Das Jubelpaar mit (v.l.) Tochter Silvia Kast, Vize-Bürgermeister Roland Müller, Sohn Andreas Grossek, Bürgermeister Hans Seidl und Enkel Matthias Kast.

Diamantene Hochzeit

Vom Lieblingsmotiv zur lebenslangen Begleiterin

 Udo und Gerda Grossek lieben sich seit 60 Jahren. Zum Jubeltag erzählt das Diamantpaar aus dem gemeinsamen Leben.

Am 17. April 1959 läuteten die Hochzeitsglocken für das Paar. Foto/Repro: Peter Weber

 Maisach – Gebürtig stammen beide aus Oberschlesien. Dort wurde Udo 1935 in Breslau geboren, drei Jahre später kam Gerda in Leobschütz auf die Welt. Mit den Kriegswirren gelangten sie 1945 als Flüchtlinge nach Maisach. Sie lebten in derselben Barackensiedlung, besuchten dieselbe Schule und rodelten im Winter am selben Schlittenberg.

Mitte der 1950er-Jahre haben sich beide dann lieben gelernt: bei stundenlangen Spaziergängen und bei Kinobesuchen, fernab der Armut in den Baracken. Und in Gerda hatte Udo ein perfektes Motiv für seine Fotoleidenschaft gefunden: „An manchen Tagen musste sie als mein Lieblingsmodell bis zu dreimal die Garderobe wechseln“, erzählt der langjährige Bahnschreiner.

Am 17. April 1959 läuteten dann die Hochzeitsglocken. Kurz darauf zog man ins Haus ihrer Mutter. 1964 wurde Tochter Silvia geboren, 1967 Sohn Andreas. Während Udo Grossek weiter bei der Bahn arbeitete, gab sie ihren Beruf als Schneiderin auf und sorgte für die Familie.

Das Diamantpaar teilte vor allem eine große Leidenschaft: „Im Garten waren wir vereint.“ Lange Zeit hielten sie sich Hühner, Hasen, Enten und Tauben in der liebevoll „Buschengarten“ genannten Parzelle an der Maisach. Mit viel Liebe pflanzte das Paar Gemüse an, und Gerda Grossek verwirklichte sich mit groß angelegten Blumenbeeten ihren Lebenstraum. Der Schrebergarten war ein Paradies, dort verbrachte das Paar eine wunderbare Zeit mit ihrem Nachwuchs und später mit den beiden Enkeln. Im Eigenheim wurde dann die Ernte verarbeitet.

Die Familie wurde zudem von Gerda Grossek mit süßen Leckereien verwöhnt. Die Backkunst der heute 81-Jährigen durften auch viele von Udos Grosseks Züchterfreunden schätzen lernen. Denn der 83-Jährige hält sich seit 1947 Tauben. Der gegenwärtige Ehrenvorsitzende des Maisacher Rassegeflügelzuchtvereins zählt bis heute als Koryphäe auf dem Gebiet der französischen Kropftauben. „1996 errang ich den goldenen Siegerring“, erzählt er strahlend von der höchstmöglichen Auszeichnung in der deutschen Taubenzucht.

Seit einigen Jahren macht den beiden die Gesundheit immer wieder zu schaffen. Doch man könne sich auf die Lieben verlassen: „Ohne Familie wäre das alles nicht möglich“, erzählt Gerda Grossek und ergänzt: „Zusammenhalt ist das wichtigste.“ Auch aus diesem Grund wünschen sich beide zu ihrem Fest nichts weiter als Gesundheit. „Dann sind wir zufrieden“, sind sich Gerda und Udo Grossek einig.  mak

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