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Maisach online

Vorstoß in der Großgemeinde: Internet soll noch schneller werden

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In fast allen Bereichen der Großgemeinde Maisach ist mittlerweile schnelles Internet mit einer Downloadrate von 30 Mbit/s und mehr verfügbar. Doch das ist für die CSU-Fraktion im Gemeinderat kein Grund, sich zurückzulehnen. Sie fordert einen weiteren Ausbau – muss sich zunächst aber gedulden.

Maisach – „Die CSU ist der Überzeugung, dass der weitere Ausbau mit Glasfaserkabeln bis an die Grundstücksgrenzen zielführend angegangen werden muss“, heißt es in einem Antrag der Fraktion an den Gemeinderat. Zwar wurde in weiten Teilen der vielen Ortschaften bereits Glasfaser verlegt, jedoch nur bis zu den zentralen Verteilern. Von dort aus geht es mit Kupferkabeln in die Grundstücke. Diese wiederum bremsen das schnelle Internet aus: Je länger das Kupferkabel ist, desto weniger Bandbreite zum Download steht beim Endgerät zur Verfügung.

Diese Schwankungsbreiten sind laut CSU-Fraktionssprecherin Gabriele Rappenglitz (Gernlinden) zwar noch akzeptabel, aber nicht zukunftsorientiert. „Die Gesellschaft und damit die Arbeitswelt und -modelle verändern sich in rasender Geschwindigkeit“, sagt sie. Um Home-Office zu stärken und damit die Zahl der Pendler zu verringern, müssten die technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Nach aktuellem Gesetzesstand ist es laut Verwaltung aber derzeit nicht möglich, Fördergelder für einen Ausbau von Bereichen zu erhalten, die bereits mit 30 Mbit/s oder mehr versorgt sind. Deshalb hat die bayerische Staatsregierung die sogenannte Gigabit-Initiative ins Leben gerufen. Wie Maisachs Rathaus-Geschäftsführer Peter Eberlein in seinem Sachvortrag ausführt, will die Regierung damit die EU-Kommission dazu bewegen, dass auch in den besagten, gut versorgten Bereichen eine Förderung möglich ist.

Wann und in welcher Form diese Bemühungen Früchte tragen, steht aber noch nicht fest. Laut Verwaltung macht es deshalb keinen Sinn, vorab Beschlüsse zu fassen und weitere Schritte einzuleiten. Wenngleich auch Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) den Antrag seiner Fraktion begrüßt: „Es wäre der nächste Schritt bei der Breitbandversorgung.“ Der Vorschlag soll deshalb wieder aufgegriffen und im Gemeinderat behandelt werden, sobald die neuen Förderrichtlinien bekannt sind. 

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