Schock-Geständnis: TV-Legende Frank Elstner schwer erkrankt

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Etwa 70 Meter lang ist der Zaun, der die alte Linde und die Wiese von der Straße abtrennt.  

Wegen lauter Partys: Zaun vor alter Linde

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Ärger an der alten Linde bei Unterlappach: Der private Grundbesitzer hat einen 70 Meter langen Zaun aufgestellt, weil junge Leute nachts auf der Wiese laut Party machen und sogar mit Motorrädern herumrasen. Viele Maisacher sind nun enttäuscht, dass der beliebte Aussichtsort eingezäunt ist.

Maisach – Der Baum an der Straße von Unterlappach nach Rottbach wird gemeinhin als 1000-jährige Linde bezeichnet. 1000 Jahre ist er bestimmt nicht alt. Aber laut Ortsarchivar Stefan Pfannes mindestens 300 Jahre. Der Platz rund um das Naturdenkmal ist ein bekannter und beliebter Aussichtsort.

Im Sommer 2018 haben ein paar junge Leute die Wiese als Treffpunkt für sich entdeckt. Seitdem gibt es Ärger, wie der Grundeigner im Gespräch mit dem Tagblatt berichtet. Am Wochenende und bei gutem Wetter auch unter der Woche würde dort nachts laut gefeiert, herumgeschrien, mit Motorrädern um den Baum gerast und mit Autos bis zu 50 Meter in die Wiese gefahren. Das sei eine große Lärmbelästigung, sagt der Eigentümer, der etwa 200 Meter entfernt wohnt. Teilweise würde man das Gegröle sogar im Rottbacher Außenbereich hören.

„Wir haben gehofft, dass das eine einmalige Sache im Sommer war und dass die klüger werden“, sagt er, „aber es geht weiter.“ Gespräche mit den jungen Leuten hätten nichts gebracht, und die Polizei habe anderes zu tun, als sich ständig um Ruhestörer zu kümmern.

Vor etwa zwei Wochen hat der Grundeigentümer deshalb einen Zaun aufgestellt, rund 70 Meter lang. Er betont aber, dass Radfahrer und Fußgänger von der Seite weiterhin zum Baum und auf die Wiese gelangen können. Und er versichert: „Wir wollen niemanden mit dem Zaun ärgern. Aber wir müssen einfach die Lärmbelästigung in den Griff bekommen und wussten uns nicht mehr anders zu helfen.“ Der Zaun sei mit der Gemeindeverwaltung abgesprochen.

Das bestätigt Bürgermeister Hans Seidl (CSU). Die Gemeinde stehe seit langer Zeit in gutem Kontakt mit dem Grundbesitzer: Er habe den schönen Platz jahrzehntelang allen zur Verfügung gestellt. Angesichts der neuen Probleme habe er Verständnis für die Maßnahme, sagt Seidl. Er denke, es werde sich gemeinsam eine gute Lösung finden lassen.

Das deutet auch der Grundbesitzer an: „Uns gefällt der Zaun ja auch nicht.“ Das Areal ist seit 1655 in den Händen der Familie, seit elf Generationen. Immer habe man sich auch um die Linde gekümmert, die, obwohl sie bereits drei Mal Opfer von Brandstiftungen war, stets durchgehalten habe. Die Familie habe also eine enge Bindung zu dem Platz, wolle ihn erhalten und pflegen. Derzeit überlegt der Eigentümer, den Zaun wieder abzubauen und die Wiese mit großen Granit-Findlingen teilweise von der Straße abzugrenzen. Das sehe schöner aus, halte aber wenigstens Autofahrer ab, auf das Areal zu fahren.

In den sozialen Netzwerken hat die Absperrung hohe Wellen geschlagen. Teilweise wurde sogar gefordert, der Besitzer solle seinen Grund an die Gemeinde verkaufen. Dann könne die Kommune das Areal allen zur Verfügung stellen. Bürgermeister Seidl weist das zurück. Das Problem sei nicht der Besitzer, sondern die Unvernunft einiger weniger Besucher des Platzes.

Diskutiert wurde in den sozialen Netzwerken auch die Müllproblematik. Der Besitzer betont, dass Mitarbeiter des Maisacher Bauhofs dankenswerterweise mindestens einmal pro Woche den Abfall beseitigen. Er habe den Zaun nicht aufgestellt, um Müllansammlungen zu vermeiden. Sondern wegen des Lärms.

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