Stolz auf ihre Urkunde: die Mädchen und Buben der 3b und 3c der Maisacher Grundschule auf dem Erlebnisbauernhof Schlammerl. Fotos: Daniela Kreck

Grundschüler am Erlebnisbauernhof

Wie wird das Getreide zum Brot?

Pommes sind ein Lieblingsessen von Kindern. Aber wissen die Mädchen und Buben auch, aus was die Fritten gemacht sind? Das – und woher viele andere Lebensmittel stammen – haben die Kinder der Klassen 3b und 3c der Maisacher Grundschule auf dem Erlebnisbauernhof Schlammerl gelernt. 

Maisach – Sie waren von Studierenden des dritten Semesters der Brucker Landwirtschaftsschule eingeladen worden.

Die Studierenden haben sieben Stationen aufgebaut. Dort werden Fragen gestellt. Etwa: Wie wird aus Getreide das Frühstücksbrot? Und wie viel Liter Wasser trinkt eine Kuh am Tag?

Als Fabio Dill (9) und Aris Siomod-Dohany (8) bei der Station „Kuh und Kalb“ stehen, fällt ihnen erst einmal der beißende Geruch im Stall auf. Daran müssen sie sich aber gewöhnen. Denn hier gibt es einiges zu tun. Die Schüler erfahren, wie viel ein Kalb wiegt (etwa so viel wie ein Grundschüler, heißt es) und wie viel eine Kuh (500 bis 800 Kilogramm). Dann haben die Mädchen und Buben die Möglichkeit, die Tiere zu streicheln und zu füttern.

Über die Rampe: Beim Schubkarrenwettbewerb müssen die Mädchen und Buben einen Parcours meistern.

An der nächsten Station geht es um Kartoffelsorten und um das Mahlen von Maiskörnern mit einem Stein. Über den Inhalt eines gesunden Frühstücks wird auch gesprochen: Den Schülern ist jetzt war klar, woher ihre morgendlichen Cornflakes und ihr Butterbrot ursprünglich kommen.

Und bei dem ganzen Gerede über Essen bekommen alle natürlich Hunger. Wie gut, dass die Landwirtschaftsschüler eine Pommes-Station aufgebaut hatten. Aber als Fabio und Aris voller Erwartung zum Stand laufen, sehen sie erst einmal: nur Kartoffeln. Denn jetzt heißt es, Kartoffeln zu Pommes zu machen. Alle Kinder erfahren, wie aus den rohen Knollen knusprig-heiße Fritten werden – die schnell ratzeputz weggegessen sind.

Die Buben haben aber am meisten Spaß am Schubkarrenwettbewerb. Die Studierenden hatten in einer Scheune einen Parcours mit Hindernissen aufgebaut. Den müssen die Kinder nun mit einer Schubkarre meistern.

„Wir wollten neben dem Informativen auch viel Praxis einbauen“, erklärt Benedikt Schlammerl, Studierender der Landwirtschaftsschule. Die Drittsemester haben die Stationen selbst erarbeitet und führen den Rundgang mit den Kindern durch. Dabei sollen die Studierenden auch selbst etwas lernen, zum Beispiel im Bereich Rhetorik. Der Vormittag fand im Rahmen des Programms „Schüler erleben Landwirtschaft“ statt. Und was sagen Fabio und Aris am Ende zur Veranstaltung? „Wir haben viel gelernt und würden gerne wieder herkommen“, meinen sie, als sie stolz ihre Urkunde vom Schubkarrenwettbewerb in die Höhe halten. (Daniela Kreck)

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