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Streckenausbau

Pappeln an Straße werden gefällt

Maisach – In diesem Jahr wird die Kirchfeldstraße im Ortsteil Frauenberg ausgebaut. Das kostet rund 500 000 Euro, und die Grundeigentümer müssen mitzahlen. Zwei gesunde Pappeln direkt am Fahrbahnrand werden für die neue Straße gefällt, es sind aber neue Bäume vorgesehen.

In der Gemeinderatssitzung gab es eine kurze Debatte über die Vergabe der Arbeiten. Die Ausschreibung hatte ergeben, dass man das Projekt um 5000 Euro günstiger haben könnte, wenn der Straßenbau und die neue Wasserleitung, die verlegt wird, an zwei verschiedene Firmen vergeben werden. Das gemeindliche Bauamt hatte sich dagegen ausgesprochen und wollte lieber alle Aufgaben in einer Hand sehen.

Doch Bürgermeister Hans Seidl (CSU) wollte mit Blick auf die mitzahlenden Grundeigentümer „so günstig wie möglich bauen“. Durch eine enge Betreuung seitens des Bauamtes müsse es ohne Probleme möglich sein, dass Leitung und Straße von zwei unterschiedlichen Firmen gemacht werden. Das Gremium stimmte zu, nur zwei Vertreter der Unabhängigen Bürger waren dagegen.

Die Stämme haben einen Durchmesser von 1,5 Meter

Die zwei Pappeln stehen auf Gemeindegrund auf Höhe der Kirchfeldstraße 16. Sie haben einen Stammdurchmesser von je 1,50 Metern. Der gemeindliche Umweltbeauftragte Eugen Bachhuber hat bestätigt, dass sie gesund sind. Trotzdem werden die Bäume gefällt. Denn es wird befürchtet, dass ihre Wurzeln die neue Straße beschädigen. Die Bäume stehen direkt über dem Kanal, in dem das Oberflächenwasser gesammelt wird und abläuft. Vergangenes Jahr war das Rohr mit einer Kamera befahren, die Wurzeln waren zurückgeschnitten worden. Aber sie werden wieder wachsen. Die neuen Bäume sollen etwas weiter weg von der Straße gepflanzt werden.

Gegen kritische Stimmen aus dem Gemeinderat, Privatleuten erlaube man auch nicht, gesunde Bäume zu fällen, sagte Seidl: „Die Pappeln haben ihre Lebensdauer fast erreicht. Sie haben kein hochwertiges Holz.“ Man wolle einheimische Bäume nachpflanzen. Gegen die Fällung waren Ric Unteutsch und Waltraut Wellenstein (beide SPD). 

Helga Zagermann

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