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Gemeinderat geht nochmals in Klausur

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Hier soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. Für ein Bauprojekt auf der Wiese an der Josef-Poxleitner-Allee sucht die Gemeinde einen Investor. © Foto: Peter Weber

Maisach - Um eine Marschrichtung zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum festzulegen, geht der Gemeinderat noch einmal in Klausur.

Schon Ende 2014 hatte das Gremium hinter verschlossenen Türen beraten, wie viel und wo die Kommune wachsen soll. Doch die damaligen Pläne sind mittlerweile Makulatur: Der Zustrom von Flüchtlingen und die Unterbringung der Hilfesuchenden hat alles verändert. Daher wird das Thema im Februar neu aufgerollt.

Die SPD hatte beantragt, in den nächsten fünf Jahren 50 Wohnungen zu schaffen – es brauche dringend bezahlbaren Wohnraum im Ort. Nach langer Debatte wurden dieser Antrag wie auch ein Kompromissvorschlag von Bürgermeister Hans Seidl (CSU) nur zur Kenntnis genommen, eine Entscheidung fiel nicht.

Zwei Wochen später stand das Thema wieder auf der Tagesordnung. Seidl hielt seinen Vorschlag aufrecht. Man brauche eine weitere Klausur, denn der Bedarf habe sich geändert. Bis zur Tagung werde die Bauverwaltung alle vorbesprochenen Baugebiete auf dem Papier vorantreiben, „solange es nicht große Kosten auslöst“. Dann müsse der Gemeinderat entscheiden: „Was können wir uns leisten? Was müssen wir umsetzen?“

Norman Dombo (SPD) sagte dazu: „Das ist ein Weg, den man gehen kann.“ Gottfried Obermair (FW) dagegen war nicht zufrieden. Die Begründung des Seidl-Antrags sei ihm zu schwach. Er habe in der vorhergehenden Sitzung mehr Informationen gefordert – diese aber auch jetzt nicht erhalten. Gegen den Vorschlag des Bürgermeisters stimmten dann aber nur sechs Gemeinderatsmitglieder (FW und Grüne).

Vor der Klausur ist wie berichtet noch ein Projekt durchgerutscht: Für Wohnbau an der Josef-Poxleitner-Allee sucht die Gemeinde einen Investor. 40 Prozent der angedachten 40 Wohnungen sollen als Einheimischenmodell gebaut werden. Wie es darüber hinaus weitergeht, wird im Februar besprochen. Bis dahin soll die Verwaltung klären, welche Kosten die Projekte auslösen würden (Investition und Folgekosten für Infrastruktur wie Kinderbetreuung), wie viel Spielraum im Haushalt ist, wo bereits Wohnbau genehmigt ist und welche Fördermodelle es von Bund und Land für bezahlbaren Wohnraum gibt.

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