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Viel Applaus und ein Preis für Josefine Turini, die auch von Herbert Sedlmeier (Mitte) und CSU-Ortschef Hannes Haschka gelobt wurde.

Maisacherin ausgezeichnet

Voller Temperament fürs Ehrenamt

Maisach - In ihren 77 Lebensjahren hat Josefine Turini aus Stefansberg Taten sprechen lassen. Weil sie für das Gemeinwohl angepackt hat, wurde ihr von der Maisacher CSU der Ehrenpreis für besondere Verdienste überreicht.

„Sie ist immer unter Strom.“ So fasste Pfarrer Erwin Wild in seiner Laudatio beim Neujahrsempfang der Maisacher CSU Josefine Turinis Persönlichkeit zusammen. Der bis Sommer 2009 als Polizeidekan und auch in Maisach wirkende Ruhestandspfarrer stellte aus den vielen Zusammentreffen mit der Geehrten fest: „Ohne sie wäre die Gemeinde Maisach ärmer.“

In drei Vereinen hat Turini deutliche Spuren und noch mehr Eindruck hinterlassen: im Trachten-, im Gartenbauverein sowie im Frauenbund. Überall hat die seit ihrer Heirat 1963 in Stefansberg lebende Turini in verschiedenen Vorstandsämtern gewirkt, verbunden mit Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft. 35 Jahre trug sie zudem die Kirchenzeitung aus und war in der Nachbarschaftshilfe in der ambulanten Pflege tätig.

Dabei war sie stets mit vollem Einsatz unterwegs. „Alles, was ich geleistet habe, habe ich aus voller Überzeugung heraus gemacht“, sagte Turini, die 1952 nach Maisach gezogen war. Immer hat sie auch die Familie in ihr Wirken einbezogen, zu der die vier Kinder Annemarie, Christa, Georg und Andrea gehören. Tochter Christa Turini-Huber, die für die CSU im Gemeinderat sitzt, beschreibt ihre Mutter so: „Sie ist voller Temperament.“ Trotz allen Engagements hielt sich die Geehrte jedoch im Hintergrund: „Mit dem Reden in der Öffentlichkeit habe ich es nicht so.“

Anders Herbert Sedlmeier aus Germering, Behindertenbeauftragter des Landkreises. Zwar gestand er vor seiner Festrede ein, aufgeregt zu sein: „Bei dieser Ehrung haben so viele Prominentere gesprochen.“ Doch beim Thema Inklusion gab es für ihn kein Halten. Barrierefreiheit sei mittlerweile in vielen Bereichen normal. Abgesenkte Fahrbahnen und Einstiege bei Bussen würden alle nutzen. In seiner Kindheit sei das anders gewesen: „Ich bin sieben Jahre zurückgestellt worden, weil ich unbeschulbar war“, erzählte Sedlmeier, der wegen der so genannten Glasknochenkrankheit im Rollstuhl sitzt.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sprach in seiner Rede unter anderem die Asylpolitik an. Dort würden viele Ehrenamtliche zum Gemeinwohl beitragen: „Ohne sie könnten wir das nicht meistern.“ CSU-Ortschef Hannes Haschka betonte: „Viele machen einfach mit, aber es sieht nicht jeder.“ Dieses ortsnahe Engagement dürfe man nicht gering schätzen. (hk)

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