Es grünt so grün auf den Sheltern. Bald sollen hier Autos von BMW fahren. Foto: archiv

Maisachs Fursty-Konzept: Bund Naturschutz ruft die EU an

Maisach - Die Flieger sind praktisch erledigt, jetzt gerät das Maisacher Fursty-Konzept immer mehr unter Beschuss.

Beim Bund Naturschutz (BN) jedenfalls stößt die Zerstörung großer Naturschutzflächen vor allem durch BMW und Traber auf nachhaltige Kritik. Weil die Flora-Fauna-Habitat-Flächen (FFH) einst als europaweit schützenswert gemeldet wurden, will sich der BN an die EU-Kommission wenden.

Eine der zentralen Aussagen der Stellungnahme zum Bebauungsplan der Gemeinde: Maisach hat nie die Alternative geprüft, das Areal einfach nur so zu lassen wie es ist. Der Bund Naturschutz lehne zwar eine fliegerische Nutzung des Areals strikt ab. „Jedoch kann dies alles keine Rechtfertigung für einen derartig großflächigen Eingriff in europäisches Schutzgebiet sein“, heißt es.

Es werde so getan, als ob für das Gelände zwingend irgendeine Nachfolgenutzung gefunden werden müsste. Dies sei aber nicht der Fall. BMW und Traber könnten zudem genauso gut wo anders unterkommen.

Die Naturschützer kritisieren außerdem die Planungen zu den Ausgleichsflächen. Diese sollen im Mallertshofener Holz bei Garching (Kreis München) gefunden werden, die ihrerseits bereits unter Schutz stehen. „Wir halten es für nicht im Sinne der FFH-Richtlinien, eine derart großflächige Kohärenzmaßnahme in einem anderen FFH-Gebiet durchzuführen“, heißt es in dem Schreiben. Konkret also: Es wird ein FFH-Gebiet zerstört, aber kein neues geschaffen. Und der Ausgleich erfolgt auf Flächen, die schon geschützt sind. Was wie Naturschutz im Quadrat klingt, hat real die Verringerung geschützter Flächen zur Folge.

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