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Die Grundsteuer A (auf landwirtschaftliche Grundstücke) und Grundsteuer B (auf alle anderen Grundstücke) werden von 270 auf 310 Prozentpunkte erhöht.

Haushalt für 2016 beschlossen

Mammendorf erhöht die Grundsteuer

Mammendorf – Die Gemeinde dreht an der Steuerschraube. Die Grundsteuer A (auf landwirtschaftliche Grundstücke) und Grundsteuer B (auf alle anderen Grundstücke) werden von 270 auf 310 Prozentpunkte erhöht, woraus sich Mehreinnahmen von 56.000 Euro ergeben.

Hintergrund ist, dass im kommunalen Finanzausgleich bei der Steuerkraftermittlung ein einheitlicher Satz zugrunde gelegt wird. Zum Jahr 2016 wurde dieser auf 310 Punkte angehoben. Bleibt die Kommune unter diesem Niveau, so müsste sie vereinfacht gesagt draufzahlen. Daher wurde erhöht. Seit 1974 war der Hebesatz in Mammendorf auf dem bisherigen Niveau. Zum Vergleich: Der Landkreisdurchschnitt liegt bei 303 Punkten bei der Grundsteuer A und 312,60 bei der Grundsteuer B.

Die Anhebung sei enorm, sagte Liegenschaftsreferent Siegfried Schnell (CSU) im Gemeinderat. Bürgermeister Josef Heckl (BGM) hielt dagegen, dass die Grundstückswerte seit 1974 stärker gestiegen seien als die Hebesätze – unterm Strich also immer noch akzeptabel für die Mammendorfer. Stefan Bauer (FW) sprang ihm zur Seite: Der neue Satz liege im Landkreis-Durchschnitt. Schließlich stimmte der Gemeinderat mit 13:3 Stimmen für die Anhebung. Dagegen waren drei Räte, die haupt- und nebenberuflich mit der Landwirtschaft zu tun haben.

Im Verwaltungshaushalt 2016 geht die Gemeinde von stabilen Einnahmen aus, wobei die größten Summen mit 3,2 Millionen Euro aus der Beteiligung an der Einkommensteuer und mit 2,1 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer kommen. Die größten Ausgaben muss die Gemeinde für die Kreisumlage (rund 2,4 Millionen Euro) und die Kindertagesstätten (etwa 1,8 Millionen Euro) tätigen. Insgesamt hat der Verwaltungshaushalt ein Volumen von rund zehn Millionen Euro.

Mit nur einer Gegenstimme wurde die Haushaltssatzung angenommen. Das Resümee des Bürgermeisters: „Wir gehen jetzt die kostspieligen Projekte an. Dafür ist eine Neuverschuldung gerechtfertigt und akzeptabel.“

von Maria-Mercedes Hering

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