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der Nikolaus besucht seit vielen Jahren die Kinder am Mammendorfer Christkindlmarkt – bei gutem Wetter draußen, sonst drinnen.

Am Bürgerhaus

30 Jahre Christkindlmarkt Mammendorf - es ist wieder soweit

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Der Christkindlmarkt in Mammendorf feiert dieses Wochenende sein 30-jähriges Bestehen. Er hat eine bewegte Geschichte hinter sich: eine Erweiterung, eine Zusammenlegung und mehrere Umzüge. Doch immer hatten alle viel Spaß – da wird sogar der Abbau zur Party.

Mammendorf – Der erste Weihnachtsmarkt fand am zweiten Advent 1989 in der Volksschule statt. Initiiert hatte ihn der damalige Kulturreferent Alfred Haas. Altbürgermeister Johann Thurner erzählt: „Der Abbau am Sonntagabend hat immer lange gedauert. Und er endete meist im Keller des Hausmeisters der Schule.“ Dort feierten dann alle. Kein Wunder, dass sich stets genug Helfer für den Abbau fanden.

Im Laufe der Jahre wurde der Ruf nach einem Christkindlmarkt im Freien lauter. Deshalb schaffte man fünf Verkaufsbuden an. Der Besucherandrang gab den Initiatoren Recht. So fand einige Jahre lang am zweiten Advent der Weihnachtsmarkt in der Schule statt – und eine Woche später, am dritten Advent, vor der Kirche ein Christkindlmarkt.

Mit dem Bau des Bürgerhauses entstand die Idee, die beiden Märkte zu vereinen. Und so wurde vor zehn Jahren erstmals der Christkindlmarkt im und am Bürgerhaus gefeiert. Nachdem die Buden erst vor dem Bürgerhaus aufgestellt wurden, folgte man 2014 dem Vorschlag von Kulturreferent Anton Fasching und verlegte das Treiben in den Biergarten des Bürgerhauses.

Das brachte ein großes Problem mit sich, berichtet Fasching: „Die Besucher des Christkindlmarktes marschierten alle durch die Gaststube. Die Gäste im Lokal fühlten sich dadurch natürlich gestört.“ Kurzerhand fingen Thurner und Gemeinderatsmitglied Florian Simetsreiter den ganzen Abend lang alle Besucher des Christkindlmarktes im Gang vor der Glastür zur Wirtsstube ab. Und dirigierten sie über einen Seitenausgang des Bürgersaals zum Markt.

Erlös geht an den örtlichen Sozialfonds

„Das Problem wurde dann so gelöst, dass wir Plakate aufgehängt haben. Darauf stand ,Hier kein Durchgang zum Christkindlmarkt‘“, erzählt Fasching. Mittlerweile habe sich alles eingespielt.

Die neuerliche – und bis heute letzte – Verlegung bescherte dem Markt eine bessere vorweihnachtliche Stimmung. Und führte zu einer höheren Akzeptanz.

Eines hat sich in 30 Jahren nicht geändert: Ortsansässige Vereine und Verbände tragen zum Gelingen bei. Der Erlös wird seit jeher gespendet. 2018 waren es 8600 Euro. Heuer geht der Reinerlös an den örtlichen Sozialfonds.

Der Tradition folgend findet auch heuer im Foyer des Bürgerhauses an beiden Tagen ein Bücherflohmarkt statt, dabei werden auch DVDs und CDs angeboten. An den Buden im Biergarten gibt es Glühwein, heißen Amaretto und Caipi, Grillschmankerl, Maroni und vieles mehr.

Nur am Sonntag verkauft der Fischereiverein geräucherte Forelle und Fischburger. Der Freundeskreis Brem-sur-Mer hat Crêpes, Austern und weißen Glühwein im Angebot. Im Saal gibt es Kunsthandwerk und Waren aus fairem Handel.

Das Programm

Der Markt ist ist am  Samstag, 7. Dezember, von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Um 17.30 Uhr beginnt ein Standkonzert der Blaskapelle Mammendorf, bevor Kulturreferent Anton Fasching und Bürgermeister Josef Heckl den Markt um 18.30 Uhr offiziell eröffnen. Im Saal sorgt der Bläserkreis Da Capo ab 18 Uhr für Musik. Die Amperperchten treten am Samstag ab 20.30 Uhr auf. Am Sonntag, 8. Dezember, ist ab 13 Uhr geöffnet. Der Gesangsverein Mammendorf läutet ab 14 Uhr den zweiten Advent mit Weihnachtsmelodien ein. Später tritt die Tanzsportgruppe des SV auf, danach das Musikinstitut Kiendl-App. Von 15 bis 17 Uhr bietet der Schützenverein einen Tag der offenen Tür mit Bogen- und Lichtgewehrschießen an. Ein Höhepunkt wird der Besuch des Nikolauses am Sonntag ab 16 Uhr sein (bei schlechtem Wetter drinnen). Um 18 Uhr gehen dann die Lichter am Christkindlmarkt wieder aus.

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