Ganz im Sinne ihres im vergangenen Jahr verstorbenen Vaters, Albert Hillebrand, führt Manuela Hillebrand die Trachtengalerie weiter. Und, wer weiß, vielleicht tritt eines Tages ihr vierjähriger Sohn Lenny in dritter Generation in die Fußstapfen seines Großvaters.
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Ganz im Sinne ihres im vergangenen Jahr verstorbenen Vaters, Albert Hillebrand, führt Manuela Hillebrand die Trachtengalerie weiter. Und, wer weiß, vielleicht tritt eines Tages ihr vierjähriger Sohn Lenny in dritter Generation in die Fußstapfen seines Großvaters.

Traditionsfirma feiert Jubiläum

Trachtengalerie Mammendorf: Seit 40 Jahren beliebte Anlaufstelle für Dirndl und Lederhosen

  • vonDieter Metzler
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Wenn‘s um Tracht geht, werden viele Einheimische zuerst an die Trachtengalerie an der Ahornstraße im Mammendorfer Gewerbegebiet denken. In diesen Tagen feiert das Unternehmen sein 40-jähriges Bestehen.

Mammendorf - Dem Gründer des Ladens, Albert Hillebrand, blieb das Geschäftsjubiläum leider verwehrt. 76-jährig verstarb Hillebrand im Mai 2020. „Der Laden war sein Baby“, sagt seine Tochter Manuela Hillebrand (35). „Das Jubiläum hätte ihm große Freude bereitet.“

Sie ist seit 2006 im Unternehmen tätig und hat in dieser Zeit ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau abgelegt. Nun führt sie den Laden im Sinne ihres Vaters weiter. „Der erste Lockdown, den mein Vater vergangenes Jahr noch miterlebte, hat ihn sehr getroffen. Die Situation hat ihm schwer zugesetzt. Das Geschäft war sein Lebenswerk. Ich bin froh, dass er das, was jetzt abgeht, nicht mehr miterleben muss.“

Ohnehin blickt die Trachtengalerie auf eine wechselvolle Geschichte zurück. So musste das Geschäft nach 20 Jahren seines Bestehens kurzzeitig Insolvenz beantragen. „Viele Menschen scheuten nach dem Terroranschlag in New York das Oktoberfest“, erinnert sich Manuela Hillebrand. „Sie hatten Angst vor einem Anschlag auf der Wiesn.“ Die Folge: Der Verkauf von Trachten brach rapide ein.

Fast 40 Jahre war Albert Hillebrand der „Motor“ der Trachtengalerie. Hier ein Foto aus den 1980er-Jahren.

Doch ihr Vater gab nicht auf, baute das Unternehmen wieder auf und führte es zu neuer Blüte, berichtete Hillebrand. Auf über 1000 Quadratmetern Ladenfläche finden die Liebhaber von Dirndl und Janker heute für jeden Anlass das richtige Gwand und die passenden Accessoires. Man versuche, eine möglichst große Auswahl zu bieten, sagt die 35-Jährige.

Zweimal musste die Trachtengalerie seit Ausbruch der Corona-Pandemie bisher über einen längeren Zeitraum schließen. Derzeit ist ein Verkauf nur mit vorheriger Terminvereinbarung (und – je nach Höhe der Inzidenz – mit negativem Testergebnis) möglich. „Natürlich bekommen wir zu spüren, dass Tracht derzeit nicht so gefragt ist, weil alle großen Feste abgesagt sind und selbst familiäre Feiern wie Hochzeiten, Kommunion, Firmung und Geburtstage nur in kleinerem Kreis stattfinden dürfen“, berichtet Manuela Hillebrand. Und so freut sie sich mit ihren Mitarbeiterinnen in dieser für das Geschäft schweren Zeit über jeden Kunden. „Wenn wir wieder öffnen dürfen, sollen auch die Kunden etwas von unserem Jubiläum haben“, kündigt sie an: Jede Woche wird ein anderes Produkt, solange der Vorrat reicht, um 40 Prozent günstiger angeboten.

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