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40 Jahre VG Mammendorf: So macht Verwaltung Sinn und Spaß

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Sie ist seit 40 Jahre eine funktionierende Einheit: die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf. Das wurde nun mit einem Festakt im Bürgerhaus gefeiert. Rund 120 geladene Gäste erlebten einen vergnüglichen Abend.

Mammendorf „Die VG ist schon eine Hausnummer, an der niemand vorbeikommt“, sagte Landrat Thomas Karmasin anerkennend bei seinem Grußwort. „Die anfänglichen Bedenken, die Gemeinden würden ein Stück Selbstständigkeit abgeben, die haben sich gelegt. Und die VG hat gezeigt, dass sie ein großes Maß an Kompetenz in der Verwaltung besitzt, wovon die Gemeinden unheimlich profitieren.“ Vor allem die Gemeinschaft, die dabei entstanden sei, nicht nur in der Verwaltung, sondern vor allem auch unter den Bürgermeistern, habe ihn beeindruckt. Er wünschte der VG für die Zukunft, dass es in so ausgeprägter Harmonie und gutem Sachverstand der Mitarbeiter weitergeht.

Die Aufgabe, den Gästen die 40-jährige Erfolgsgeschichte der VG in Erinnerung zu rufen, teilte sich der Altbürgermeister und ehemalige VG-Vorsitzende Johann Thurner mit Bürgermeister Josef Heckl. Thurner sprach über die Gründung der VG und frühere Zeiten, Heckl über die Gegenwart.

1973 wurden Verwaltungsgemeinschaften im Rahmen der Gebietsreformen in Bayern eingeführt. Ziel war, die Leistungsfähigkeit der kleineren Gemeinden zu stärken, ohne die Eigenständigkeit dabei aufzugeben.

Im Landkreis reduzierte sich 1972 die Anzahl der Kommunen im Rahmen der Landkreisreform zunächst von 59 auf 42. Das Landratsamt machte dann der Regierung von Oberbayern den Vorschlag, die 42 Gemeinden auf 18 zu reduzieren, wobei acht Gemeinden unter der angegebenen Einwohnerzahl von 5000 blieben. Heute hat der Landkreis 23 Kommunen.

Mittlerweile gibt es im Freistaat 313 Verwaltungsgemeinschaften mit 982 Mitgliedsgemeinden. Das heißt, fast jede zweite Gemeinde ist Mitglied einer VG. In Mammendorf ging die Initiative von Bürgermeister Innozenz Drexler aus, berichtete Heckl. „Das war nicht leicht, die einzelnen Ortsteile zusammenzubringen“, sagte Heckl. Er dankte den Bürgermeistern von 1978, die diesen mutigen Schritt unternommen hatten (siehe Kasten).

Anfangs waren Bürger und Politiker skeptisch. Doch bereits nach der ersten Legislaturperiode trug die Gemeinschaft sichtbare Früchte. Untrennbar mit dieser positiven Entwicklung ist der Name Robert Kaiser verknüpft. Fast 32 Jahre lang war er als Geschäftsführer das Gesicht der VG und habe nachhaltig zur positiven Entwicklung beigetragen. „Du warst für uns ein absoluter Glücksfall“, stellte Heckl heraus. Der Bürgermeister und VG-Vorsitzende dankte aber auch seinen über 40 Mitarbeitern. „Ihr sorgt dafür, dass die VG nicht nur als reine Behörde, sondern als Dienstleister gesehen wird.“

Bei sieben neuen Bürgermeistern nach der Kommunalwahl 2014 sei es nicht leicht gewesen, den VG-Anbau auf den Weg zu bringen, berichtete Heckl. Der Anbau biete nicht nur neue Büro- und Lagerflächen, sondern auch dringend benötigte Besprechungsräume, einen modernen Sitzungssaal sowie einen zeitgemäßen Trauungsraum.

Vor dem Festakt war eine Zeitkapsel in eine Verbindungsmauer von Alt- zu Neubau eingemauert worden: und zwar in einer Wandnische vor dem Büro des VG-Chefs. Die Kupferkassette enthält unter anderem eine VG-Broschüre, ein Mitteilungsblatt, eine aktuelle Ausgabe des Fürstenfeldbrucker Tagblatts, Münzen und eine Depesche von allen acht Bürgermeistern. Darüber wird später eine Bronzeplatte mit den Wappen der acht Gemeinden die Erinnerung an die Gründung wachhalten.

Mit einer Fotoschau von Gemeinderatsmitglied Anton Fasching und einem Kurzfilm des Landsberieder Alt-Bürgermeisters Korbinian Hillmeier – beides sorgte für viel Heiterkeit bei den Gästen – klang die Veranstaltung im Bürgerhaus aus.

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