Der Akku eines Elektroautos wird an einer Ladestation geladen. Foto: Hendrik Schmidt/zb/dpa
+
Der Akku eines Elektroautos wird an einer Ladestation geladen.

Mammendorf

E-Auto zum Mieten geplant

  • VonDieter Metzler
    schließen

Die Gemeinde setzt auf E-Mobilität: Am Kirchplatz an der Münchner Straße soll eine weitere Ladestation für E-Autos entstehen.

Mammendorf – Zudem will die Gemeinde dort E-Carsharing anbieten. Das Vorhaben soll im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs für die Errichtung von Mobilitätsstationen umgesetzt werden. Es gibt eine staatliche Förderung von bis zu 80 Prozent der Kosten. Die Realisierung muss allerdings bis Ende 2022 erfolgt sein.

Mammendorf besitzt bereits eine E-Car-Ladestation am Bürgerhaus, sagte Bürgermeister Josef Heckl (BGM) im Gemeinderat. Die Auslastung sei jedoch wegen der Pandemie nicht besonders gut gewesen. Heckl findet eine weitere Station an zentraler Stelle im Ort sinnvoll. Das sähen die Stadtwerke Fürstenfeldbruck genauso.

Dabei stellt sich für das Gremium die Frage, ob man sich für eine Schnellladestation, einen Normalladepunkt oder einer Kombination aus beiden entscheiden soll. Denn davon hängt die Förderung ab. Nachdem es sich bei den Kosten zunächst aber nur um einen Richtwert handelt, den man auch in den Förderantrag einstellen würde, schlug Umweltreferent Thomas Holzmüller (FW) die dritte Variante mit einem Schnellladepunkt und dem AC-Ladepunkt vor. „Damit hätten wir uns alle Möglichkeiten offen gehalten.“

Förderantrag

Heckl schloss sich dieser Vorgehensweise an. Man sollte auf jeden Fall den Förderantrag stellen und parallel an dem Car-Sharing-Projekt weiter arbeiten. Anton Fasching (BGM) wollte wissen, ob die Kosten, die die Gemeinde investieren muss, wieder reingeholt werden. Heckl verwies auf die Ladestation am Bürgerhaus, wo die Gemeinde den Zuschuss für die Infrastruktur bekommen hat, die Einnahmen aber kassieren die Stadtwerke als Betreiber.

Es gebe unterschiedliche Modelle, sagte Holzmüller. „Entweder man kauft die Ladestation und betreibt sie komplett, dann hat man auch den kompletten Ertrag.“ Es gebe aber auch eine Mischkalkulation, dass die Verrechnung über die Stadtwerke läuft, die Gemeinde einen gewissen Obolus vom Gesamtsystem erhält. Dann müsste man unter Umständen für den Betrieb und die Wartung aufkommen. Und bei der dritten Möglichkeit stellt die Gemeinde nur das Grundstück zur Verfügung.

Am Ende beschloss das Gremium, die Kombinationsvariante zu verfolgen. Verwaltung und der Energiereferent sollen weitere Informationen zu den Abrechnungsmodellen und den verschiedenen Betreibern einholen. Die Ergebnisse sollen dann dem Rat vorgestellt werden.  dm

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare