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Die Einfahrt der Frau – rechts unten stand der Hydrant.

Das Landgericht hat entschieden

Autofahrerin muss Crash mit Hydrant selbst bezahlen

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Mammendorf – Eine Verwaltungsangestellte bleibt nach einer Kollision mit einem provisorischen Hydranten auf den Reparaturkosten für ihr Auto sitzen.

Das entschied das Landgericht München II. Dort hatte die 54-Jährige die Gemeinde Mammendorf auf Schadenersatz verklagt. Sie verlor den Prozess. Grund: Das oben rot eingefärbte Standrohr hätte die Frau erkennen müssen.

Normalerweise steht an dieser Stelle der verkehrsberuhigten Straße kein Hydrant. Doch auf einem benachbarten Spielplatz war Rasen neu eingesät worden. Die Gärtner benötigten viel Wasser, denn es war heiß im Juli 2015. Gesichert wurde der Wasserspender mit einer Pylone. Die soll in der Nacht wohl weggeflogen sein, so behauptete es die Klägerin.

Eigentlich schätzte sie sich als vorsichtige Autofahrerin ein. Doch diesen 30 Zentimeter hohen Hilfshydranten übersah sie am 15. Juli 2015 komplett. Sie fuhr rückwärts aus ihrer Garage und stieß gegen das Standrohr samt Schlauch. Dadurch wurde ihr Stoßfänger beschädigt. Schaden: 1100 Euro. Dieses Geld wollte sie sich von der Gemeinde zurückholen. Die wiederum hielt den Schaden am Hydranten in Höhe von 600 Euro dagegen. Eine gütliche Einigung scheiterte.

Im Urteil hielt das Gericht der Autofahrerin vor, ihre Sorgfaltspflicht beim Ausparken nicht gewahrt zu haben. Gerade beim Rückwärts-Ausparken aus der Garage hätte sie verstärkt aufpassen und sich informieren müssen, ob sich ein Gegenstand auf der Fahrbahn befindet. Das gelte auch am frühen Morgen.

Zu Lasten der 54-Jährigen sah das Gericht auch, dass der provisorische Hydrant schon zwei bis drei Tage vor der Kollision aufgestellt worden war und die Klägerin spätestens am Abend vor dem Vorfall, als sie von der Arbeit heimkam und in ihre Einfahr fuhr, das Standrohr oder die Pylone hätte erkennen können. Dadurch hätte sie für den nächsten Morgen vorgewarnt sein müssen, urteilten die Richter.

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