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Pendler und Dauerparker: Am Bahnhof Mammendorf ist oft kein Einziger der 475 Parkpl ätze frei.

Am besten wäre ein Parkdeck

Bahnhof Mammendorf: Parkplatz schon wieder an Kapazitätsgrenze

Der Parkplatz am Bahnhof Mammendorf wurde 2014 erweitert. Doch die Kapazitätsgrenzen werden inzwischen wieder massiv überschritten. Jetzt wird über einen neuerlichen Ausbau diskutiert – eine Möglichkeit wäre ein Parkdeck.

Mammendorf – Im Dezember 2017 wurde bei der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) die unbefriedigende Park & Ride-Situation am S-Bahnhof thematisiert. Die Gemeinde beantragte beim Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) eine Überprüfung der Stellplatzauslastung. Das ist Voraussetzung für eine Förderung durch die Regierung von Oberbayern bei einem eventuellen weiteren Ausbau.

100 Parkplätzemehr wären gut

Nun ist das Ergebnis der Bedarfsanalyse da. Die Auslastung liegt demnach an der oberen Grenze. Nach der letzten Erweiterung 2014 gibt es 361 Stellplätze südlich der Bahnlinie, 106 weitere auf Nannhofenerseite. Der MVV hält mittelfristig einen Ausbau der Anlage um 100 Parkplätze für zielführend. Aus Platzgründen wird man das Problem wohl nur über den Bau eines Parkdecks lösen können.

Wohnmobile und Lkw überwachen

Kurzfristig könnten aber eine Verbesserung der Stellplatzmarkierungen sowie vermehrte Kontrollen durch das Ordnungsamt für Entspannung sorgen. Auch könnte die Polizei gebeten werden, das Parkverhalten mit zu überwachen. In der Bedarfsanalyse wurde festgestellt, dass zahlreiche Stellplätze wegen fehlender Markierungen allein durch „unsauberes Parken“ entfallen würden. Dauerparker wie Wohnmobile und Fahrzeuge mit Anhänger und selbst Lkws würden die Stellplätze zweckentfremden.

„Am Bahnhof sollten grundsätzlich nur Pendler ihre Autos abstellen“, sagte
Dritter Bürgermeister Manfred Heimerl (FW). Im Gemeinderat ist man sich allerdings einig, dass diese Maßnahmen die Lage nur unwesentlich entschärfen.

Da im Bereich des Bahnhofs keine Flächen mehr für weitere Parkplätze zur Verfügung stehen, bleibt nach Aussage von Bürgermeister Josef Heckl ((BGM) eigentlich nur der Bau eines Parkdecks als Alternative übrig – ähnlich der Anlage am Fürstenfeldbrucker S-Bahnhof. Der Mammendorfer Rathaus-Chef will deswegen mit Brucks OB Erich Raff Kontakt aufnehmen, um sich über solch eine Lösung zu informieren.

„Die Gemeinde soll Stellplätze schaffen und die Bahn, die über ein Grundstück verfügt, gibt es nicht frei“, empörte sich noch Martin Denz (FW). So erfreulich einerseits die Entwicklung sei, dass immer mehr Menschen die S-Bahn nutzen, um so mehr Belastung stelle dies zugleich für die Gemeinde dar, meinte Bürgermeister Heckl. Gleichwohl wolle man sich aber nicht aus der Verantwortung für die Region stehlen.

Breitere Parkplätzewären realistisch

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Stellplatzmarkierungen im gesamten Bahnhofsbereich zunächst einmal überprüfen zu lassen und gegebenenfalls zu verbessern. Dazu schlug der zweite Bürgermeister Peter Muck (CSU) vor, die Breite der Stellflächen von bisher 2,30 Meter auf künftig 2,50 Meter zu erweitern. Autos seien heute wesentlich breiter als früher. Darüber hinaus wurde aber auch beschlossen, mit der Regierung von Oberbayern die genauen Zuwendungsmöglichkeiten für den Fall des Baus eines Parkdecks am Bahnhof Mammendorf zu klären.

Dieter Metzler

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