Flächennutzungsplan wird geändert 

Bauhof-Erweiterung ist auf einem guten Weg

Der Bauhof an der Nassenhausener Straße soll erweitert werden. Dazu bietet sich eine Fläche an der Gemeindegrenze zu Adelshofen an. Doch zuerst muss der Flächennutzungsplan geändert werden.

Mammendorf – Die Fläche grenzt westlich an den Bauhof an, wird momentan aber noch als Lagerplatz eines Kranverleihs genutzt. Da dieser Gewerbebetrieb ebenfalls vergrößert und zusätzliche Bürogebäude errichtet werden sollen, ist eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig.

Der Gemeinderat hatte nun die eingegangenen Bedenken zu behandeln. Die Regierung von Oberbayern hat nichts gegen die Bauhoferweiterung, sieht aber die Planungen für ein angrenzendes Gewerbegebiet kritisch. Durch Vermittlung von Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet ist aber zwischenzeitlich ein Kompromiss gefunden worden: Die Fläche wird als ein eingeschränktes Gewerbegebiet oder Sondergebiet ohne Einzelhandelsnutzung festgesetzt. Der Kranverleih kann also erweitern wie geplant.

Erweiterung des Bau- und Wertstoffhofes ist laut Gemeinde nötig

Der Bund Naturschutz vermisst eine Begründung zur Notwendigkeit der Bauhoferweiterung und der Gewerbegebietausweisung. Eine Erweiterung des Bau- und Wertstoffhofes sei erforderlich, um mittel- und langfristig den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden, argumentiert die Gemeinde. Eine Erweiterung des bestehenden Standortes sei sinnvoll, sie biete sich förmlich an, nachdem die Gemeinde auch den angrenzenden Grund erworben habe.

Es erschließt sich für die Gemeinde daher nicht der Sinn, warum der Bauhof komplett in das Gewerbegebiet im Osten von Mammendorf angesiedelt werden sollte, so wie es der Bund Naturschutz vorschlägt. Die Erweiterungsfläche sei durch den Wald, insbesondere aus westlicher und südlicher Richtung, ausreichend eingegrünt. Das Gelände sei somit kaum einsehbar, eine Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes nicht erkennbar. Eine Verlagerung an einen anderen Standort würde das Orts- und Landschaftsbild weit mehr belasten.

Außerdem werde das weitere Umfeld bereits gewerblich genutzt: durch das Kieswerk Selmayr, eben den gemeindlichen Bauhof sowie den Wertstoffhof des Landkreises, sodass dieser Bereich für die Ansiedlung des Kranverleihs geeignet erscheine. Im Übrigen stehe im Gemeindebereich keine geeignete Alternative zur Verfügung. Auch das Kreisbauamt sehe das Vorhaben positiv.

Einstimmig billigte der Gemeinderat den Entwurf der 30. Änderung des Flächennutzungsplans. Nun werden die Unterlagen erneut öffentlich ausgelegt.

von Dieter Metzler

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