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Aufgebrochener Beton, unterspülte Fundamente: Die Baywagraben-Brücke ist nicht mehr sanierbar. 

Sanierung lohnt sich nicht mehr

Brücke über Baywa-Graben wird neu gebaut

Die Brücke über Baywa-Graben ist in einem schlechten Zustand. Eine erneute Sanierung lohnt sich nicht mehr. Daher soll sie neu gebaut werden. Auch der Gehweg soll breiter werden.

Mammendorf Bereits im März 2016 erhielt der Gemeinderat Kenntnis vom maroden Zustand der 1967 errichteten Baywagraben-Brücke an der Bahnhofstraße. Eine Sanierung sei unumgänglich, war man sich einig. Da das Brückenbauwerk vor über 20 Jahren schon einmal aufwendig hergerichtet worden war, ergab sich aber die Frage, ob eine erneute Sanierung überhaupt noch Sinn mache. Ein von der Gemeinde beauftragtes Ingenieurbüro stellte bei seinen Untersuchungen nun fest: Es ist unwirtschaftlich. Die verfallende Baywagraben-Brücke sollte durch einen Neubau ersetzt werden.

Die Brücke präsentiere sich in einem stark mitgenommenen Zustand, begründete der Vertreter des Ingenieurbüros die beabsichtige Maßnahme im Gemeinderat. Sie weise erhebliche Schäden auf, darunter eine große Anzahl von Auf- und Ausbrüchen. Die Betonüberdeckungen, die den Stahl vor Korrosion schützen sollen, seien größtenteils abgetragen, die Fundamente seien in Teilbereichen unterspült. Man müsse keine Angst haben, dass die Brücke einbrechen werde, aber durch eine Sanierung werde die Tragfähigkeit der Brücke auch nicht gesteigert, teilte der Ingenieur mit.

Der aktuelle, 1,50 Meter breite Gehweg über die Brücke ist für den großen Andrang der Menschen, die zur S-Bahn laufen, eigentlich zu schmal. Dem Wunsch der Gemeinde, die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer gleichzeitig zu verbessern, kann nur mit einem Neubau Rechnung getragen werden.

Einziger Wermutstropfen sind die Finanzen. Eine neue Brücke ist doppelt so teuer wie eine Sanierung. Laut Schätzung belaufen sich die Kosten für eine neue Brücke auf 453 000 Euro.

Zu einer längeren Diskussion führte die äußerst knapp vorhandene Fläche, um die Verbesserungen für Geh- und Radweg in die Maßnahme einfließen zu lassen. Der Gehweg auf der Ostseite, der momentan vor der Brücke endet, sollte bis zu den Geschäften verlängert werden und der Gehweg auf der Westseite verbreitert werden. Das sei ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Fußgänger, sagte Altbürgermeister Johann Thurner (BGM). Man sollte mit den Anliegern wegen Grunderwerb sprechen. Wenn man nur einen Meter mehr bekommen könnte, würde das die Situation schon entspannen, so Thurner. Zweiter Bürgermeister Peter Muck (CSU) schlug eine gemeinsame Ortsbesichtigung mit dem Ausschuss und dem Verkehrsplaner vor, um deutlich zu machen, auf was man noch Wert lege.

Nach einer kontrovers geführten Diskussion fasste Bürgermeister Josef Heckl (BGM) zusammen: „Ich denke, wir können uns auf den Neubau einer Brücke einigen.“ Es sei wichtig, den Gehweg zu verbreitern. Das gelinge nur mit einem Neubau. Laut Statiker entspreche die Brücke nicht mehr dem Standard. „Mit einer Sanierung bringen wir die statischen Probleme nicht mehr in den Griff. Das ist die Kernbotschaft.“

Der Gemeinderat kam überein, den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss zusammen mit dem Verkehrsplaner und dem Ingenieurbüro zu beauftragen, weitere Verbesserungen für die Fußgänger und Radfahrer im Bereich der Brücke und Umgebung zu erarbeiten und dem Gremium vorzulegen. Danach werde das Ingenieurbüro mit der detaillierten Planung und der Vorbereitung für die Ausschreibungsunterlagen beauftragt. Thurner schlug noch vor, mit den westlichen Anliegern wegen eines Grunderwerbs und mit dem östlichen Anlieger über eine Behelfsbrücke während der Bauzeit zu verhandeln. Dem stimmte der Gemeinderat geschlossen zu. (dm)

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