Josef Heckl ist 35 Jahre alt und voll motiviert.

Interviews zur Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl 2020: Für Mammendorfer Bürgermeister ist das Amt fester Teil der Lebensplanung

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Josef Heckl (Bürgergemeinschaft Mammendorf) will sich 2020 um eine Wiederwahl als hauptamtlicher Bürgermeister bewerben. Die Aufgabe habe ihm von Anfang an große Freude bereitet.

Mammendorf – Er habe es noch keine Stunde bereut, das Amt 2014 angetreten zu haben. „Für mich stellt das Bürgermeisteramt keine Durchlaufstation dar, sondern nimmt in meiner Lebensplanung einen festen Platz ein“, sagt Heckl.

„Bürgermeister ist mein Traumberuf, das kann ich schon sagen“, betont er. „Ich kann mir eigentlich fast nichts anderes vorstellen.“ Sport und Politik, davon habe er schon immer geträumt. Und nachdem aus der Sportkarriere nichts wurde, meint er scherzend, „habe ich mich auf die Politik gestürzt.“

Der Verwaltungsfach- und Betriebswirt hatte nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Maisach absolviert. Als Sachbearbeiter in der Kämmerei besuchte er nebenbei die Bayerische Verwaltungsschule und bereitete sich intensiv auf Führungsaufgaben vor. Nach elf Jahren im Maisacher Rathaus wechselte Heckl als Kämmerer und Leiter der Finanzverwaltung in die Gemeindeverwaltung von Wörthsee – bis er 2014 zum Bürgermeister Mammendorfs gewählt wurde.

Wichtige Weichen für Projekte in den kommenden Jahren gestellt

Mit dem Gemeinderat habe er bisher vieles bewegt und erreicht. „Und auch für die nächsten Jahre sind entscheidende Weichen für wichtige Projekte bereits gestellt“, sagt der 35-jährige ledige Heckl. „Die Arbeit macht Spaß. Und wenn dann Entscheidungen zum Erfolg führen, motiviert das umso mehr.“ Im Gemeinderat passe die Mischung zwischen erfahrenen und jungen Räten. „Jeder leistet seinen Beitrag, die Meinungen werden akzeptiert.“ Ihm sei zudem wichtig, dass Entscheidungen von einer breiten Mehrheit getragen werden.

Ein wichtiges Thema in seiner ersten Amtszeit war die Festlegung eines Korridors für die Umgehungsstraße. Seit 40 Jahren beschäftige man sich damit, erinnert Heckl. Eine breite Mehrheit habe schließlich für die Südtrasse gestimmt. „Ich glaube nicht, dass sich vor 2030 etwas tut“, sagt Heckl, auch wenn die Maßnahme im Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuft ist.

In nächster Zeit widmet sich die Gemeinde dem Bau eines neuen Kindeshauses, dem sozialen Wohnungsbau und der Untersuchung eines Standortes für ein zweites Windrad. Oft seien es aber auch nur „kleine Alltagsdinge“, die dem Amt einen gewissen Reiz verleihen. Häufig werde er auf der Straße angesprochen: „Wir leben in einer kleinen Gemeinde. Jeder kennt jeden und so ist der Umgang mit den Bürgern unkompliziert.“

Wie sieht es mit den Mitbewerbern für das Amt aus?

Und gibt es Herausforderer für Heckl? CSU-Ortschef Benjamin Miskowitsch meint dazu: „Ob wir einen Bürgermeisterkandidaten stellen, das ist noch ungewiss. Ich würde es aber sehr begrüßen, wenn die Bürger eine Auswahl hätten.“ Die Freien Wähler wollen sich erst im Frühjahr konkret Gedanken machen, sagt Stefan Bauer, der 2014 als Bürgermeister kandidierte. „Ich werde voraussichtlich aber nicht noch einmal antreten.“

„Wir haben meines Wissens noch nie einen Kandidaten ins Rennen geschickt“, sagt Margit Quell (SPD). Sie glaubt auch nicht, dass der SPD-Ortsverein VG Mammendorf Ambitionen hat, einen Kandidaten aufzustellen.

Alle Infos und News zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite. 

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