Als Motor in Berlin sieht der FW-Kreisvorsitzende Hans Friedl (r.) den Stimmkreiskandidaten Otmar Tholler.
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Als Motor in Berlin sieht der FW-Kreisvorsitzende Hans Friedl (r.) den Stimmkreiskandidaten Otmar Tholler.

Bundestagswahl 2021

Nominierung des Bundestagskandidaten: Ein Pucher will für die Freien Wähler nach Berlin

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Mit dem Rückenwind als bayerischer Koalitionspartner streben die Freien Wähler den Einzug in den Bundestag an. Für den Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau nominierten die FW als nun den Pucher Unternehmer Otmar Tholler als Kandidaten.

Mammendorf – Der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Hans Friedl aus Alling gibt ein klares Wahlziel aus: „Die Freien Wähler müssen als Korrektiv und Motor unbedingt nach Berlin“, sagte er bei der Nominierungsversammlung vor dem Mammendorfer Bürgerhaus, die wegen der Pandemie im Freien abgehalten wurde. Diesen Motor soll der Pucher Otmar Tholler geben, der bei der Bundestagswahl am 26. September als Direkt- und Listenkandidat für den Stimmkreis Fürstenfeldbruck/Dachau an den Start gehen wird.

Der von den knapp 30 Mitgliedern einstimmig nominierte Tholler ist 59 Jahre alt und selbstständiger Unternehmer mit zwei Firmen. Der Vater zweier erwachsener Kinder lebt mit seiner Lebensgefährtin in Puch und sieht seine politischen Schwerpunkte bei der Rente, Bildung und Umwelt. Als Handwerksmeister für Heizungsbau und Sachverständiger interessiert er sich besonders für eine Sache: „Von Berufs wegen kommt mir das Thema grüner Wasserstoff sehr entgegen.“

Der Pucher, der in seiner Freizeit gerne wandert, Sport treibt oder mit seinem Hund spazieren geht, ist seit 2008 bei den FW. Er dürfte vor allem Sportfans bekannt sein: Er war früher aktiver Fußballer und zuletzt Vizepräsident des Brucker TSV West.

Im Freien und mit Maske nominierten die Freien Wähler aus Fürstenfeldbruck und Dachau ihren Bundestagskandidaten.

Die FW, die bei bisher zweimal bei der Bundestagswahl angetreten und sowohl 2013 als auch 2017 mit jeweils einem Prozent der Wählerstimmen an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert waren, geben sich für die Wahl im Herbst selbstbewusst. Friedl: „Auf Landesebene wurden wir erst beschimpft, weil wir gegen das geplante Infektionsschutzgesetz vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.“ Mittlerweile habe man aber auch Zustimmung aus der FDP und von Teilen der CSU. „Das zeigt: Wir sind der Motor für gute Ideen.“

Die Dachauer Kreisvorsitzende Martina Purkhardt ist sich „100-prozentig sicher, dass wir den Weg nach Berlin schaffen“. Die FW-Landtagsfraktion in Bayern habe sich zu einem Aushängeschild entwickelt, mit Tholler könne man außerdem einen „tollen Kandidaten“ stellen.

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