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Burschen bescheren Mammendorf ein Wahnsinnsfest

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Sonntagmittag im Festzelt: Beste Stimmung bei den über 1600 Besuchern, die meisten feiern zur Musik der Band auf den Tischen. Der Burschenchef sagt dazu nur: „Ein Traum.“
Sonntagmittag im Festzelt: Beste Stimmung bei den über 1600 Besuchern, die meisten feiern zur Musik der Band auf den Tischen. Der Burschenchef sagt dazu nur: „Ein Traum.“ © Peter Weber

Der Festausschuss des Katholischen Burschenvereins Mammendorf kann stolz auf sich sein. Das viertägige Gründungsfest zum 111-jährigen Bestehen wurde zu einem grandiosen Erfolg.

Mammendorf - Auf jeden Fall habe sich der Aufwand gelohnt, meinte der Vorsitzende des Festausschusses, Josef Mayer, am Sonntagvormittag ein wenig heiser. „Durch Corona war es eine schwierige Planungsphase, weil es keine Sicherheit gab. Aber wir sind alle happy. Man hat gemerkt, die Leute haben einfach wieder Lust zum Feiern.“

Burschen aus Hausen (Geltendorf) hatten eine tragbare Sirene dabei – so konnte man sich Gehör verschaffen im Zelt.
Burschen aus Hausen (Geltendorf) hatten eine tragbare Sirene dabei – so konnte man sich Gehör verschaffen im Zelt. © Peter Weber

Kabarettist Wolfgang Krebs gestaltete den ersten Abend im Festzelt. In seinem Programm „Vergelt‘s Gott“ traten die Polit-Größen Stoiber, Seehofer, Aiwanger und Söder auf – die Lachmuskeln der rund 600 Besucher wurden strapaziert. Der Abend sei „gigantisch“ gewesen, sagt Burschenchef Fabian Zacherl. „Wer nicht da war, hat was verpasst.“ Schon im Vorverkauf hatte der Burschenverein 550 Karten verkauft. Auch viele Gemeinderatsmitglieder und Bürgermeister Josef Heckl waren gekommen, zudem Mitglieder des Patenvereins aus Rottbach.

Der Patenverein: die Burschen aus Rottbach beim Festzug, der in einem Fahneneinzug ins Zelt endete.
Der Patenverein: die Burschen aus Rottbach beim Festzug, der in einem Fahneneinzug ins Zelt endete. © Peter Weber

Die Post ging auch am zweiten Abend, am Freitag, ab. Für die „Voigasparty“ war das Zelt umgebaut worden: mit einer zentral platzierten Bar und Tanzfläche. Ein DJ sorgte für Musik, „eigentlich für jede Altersklasse“, meinte Zacherl. Trotz überkochender Stimmung blieb alles friedlich. „Niemand fiel aus der Rolle“, berichtete Zacherl, „die Security war beschäftigungslos.“

Bürgermeister in Kutsche: Josef Heckl mit Begleitung.
Bürgermeister in Kutsche: Josef Heckl mit Begleitung. © Peter Weber

Eine Riesengaudi hatten am Samstag die zehn am „Spiel ohne Grenzen“ teilnehmenden Gruppen. Sie mussten Biertragerl stapeln und zum Schluss zum „Sauerkraut-Wettessen“ antreten.

So stellte man sich das vor, wenn Burschen feiern: bestes Wetter, alle in Tracht, Fahnen sorgen für eine grandiose Kulisse.
So stellte man sich das vor, wenn Burschen feiern: bestes Wetter, alle in Tracht, Fahnen sorgen für eine grandiose Kulisse. © Peter Weber

Festlich ließen die Burschen die viertägigen Feierlichkeiten am Sonntag ausklingen. Wie es sich für einen katholischen Verein gehört, fand ab 10 Uhr ein Festgottesdienst im Färbergarten statt, zelebriert von Pfarrer Wolfgang Huber, der die Schirmherrschaft für das Burschenfest übernommen hatte. Und zum krönenden Abschluss zog ab 14 Uhr ein Festumzug mit rund 1600 Teilnehmern von insgesamt 75 Vereinen durchs Dorf. Das Großereignis endete mit einem Fahneneinzug ins Festzelt, wo noch lange weitergefeiert wurde. Alles in allem für Zacherl „ein Traum“.

von Dieter Metzler

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