Kirchenchorleiterin Anna-Maria Wolke kehrt nach acht Jahren in ihre Heimat im Harz zurück.
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Kirchenchorleiterin Anna-Maria Wolke kehrt nach acht Jahren in ihre Heimat im Harz zurück.

Mammendorf/Maisach

Chorleiterin verabschiedet sich

  • VonDieter Metzler
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Freude an der Musik und Liebe zu den Menschen haben Anna-Maria Wolke motiviert, sich vor knapp drei Jahren auf eine Anzeige als Kirchenchorleiterin in Mammendorf zu bewerben.

Mammendorf/Maisach – Ende Juli kehrt die aus Sachsen-Anhalt stammende Musiklehrerin wegen einer neuen beruflichen Herausforderung ihres Mannes wieder in ihre Heimat im Harz zurück. Doch nicht nur der Chor der katholischen Kirche muss sich nun eine neue Chorleitung suchen: Die Orlando-di-Lasso-Realschule in Maisach verliert eine beliebte Musiklehrerin.

„Ich bin hin- und hergerissen“, sagt die verheiratete Mutter einer sechsjährigen Tochter. „Einerseits gefällt es mir hier sehr gut, andererseits freue ich mich auf meine alte Heimat, wo meine Eltern, Freunde und Bekannten leben.“ Studiert hatte Wolke Musik und Sport fürs gymnasiale Lehramt. „Leider gibt es die Kombination in Bayern für diese Schulform nicht“, erzählt sie. Ende 2018 landete sie aber an der Maisacher Realschule.

Ihr Hobby ist die kirchliche Musik: „Kirchenlieder sind nichts Staubiges oder gar Langweiliges. Durch sie wird der Gottesdienst erst richtig schwungvoll.“ Der Chor hatte Auftritte in Gottesdiensten, bei Taufen und Hochzeiten, aber auch bei „weltlichen Veranstaltungen“.

Dadurch dass sie selbst in Kottgeisering wohnt, die rund 30 Chormitglieder aber stark in Mammendorf verwurzelt sind, sei eine gewisse Distanz entstanden, erzählt Wolke, die sich positiv ausgewirkt habe: So sei es leichter gewesen, Neues einzuführen.

Besonders ans Herz gewachsen ist Wolke der von ihr 2019 gegründete kirchliche Jugendchor. Im März 2020 fieberte der Kirchenchor-Nachwuchs seiner ersten Gestaltung eines Gottesdienstes entgegen, doch wegen Corona musste der Auftritt entfallen. Immerhin konnte später zumindest ein kleines Konzert im Pfarrsaal für die Eltern stattfinden. Für den neugegründeten Jugendchor wünscht sie sich, dass er erhalten bleibt.

Anna-Maria Wolke bedauert, dass seit März 2020 keine Zusammenkünfte möglich waren: „Ein Kirchenchor lebt von der Gemeinschaft“, sagt sie. Man müsse den Nachbarn beim Singen neben sich hören. Online-Angebote konnte man schlecht umsetzen. Doch nun gebe es ja wieder Hoffnung, gemeinsam singen zu können. Sie wünsche ihren Chören, dass es mit einem neuen Leiter gut weitergeht.

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