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Zerstörte Bänke, Glasscherben und im Wasser liegende Mülleimer: Absurde Szenen in Zeiten von Corona

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Von: Dieter Metzler, Eva Strauß

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Das ist nicht der Sinn der Schulschließungen: Jugendliche treffen sich am Pucher Meer. © Weber

Um das Coronavirus einzudämmen, sollen Sozialkontakte vermieden werden. Einige Jugendliche am Mammendorfer See feierten nun aber eine sogenannte Corona-Party - und nicht nur das.

Update, 20. März: Wieder hat es eine große Corona-Party im Landkreis gegeben. In Germering musste die Polizei eine Corona-Partyy mit 50 Leuten beenden. Die Festgenommenen zeigten sich uneinsichtig.

Ursprünglicher Artikel vom 18. März: Mammendorf – Zerstörte Bänke, Glasscherben, und im Wasser liegende Mülleimer: Dieses Bild bot sich dem Bademeister des Freizeitparks am Dienstag am Mammendorfer See. Offenbar hatte es dort in der Nacht auf Dienstag eine „Corona-Party“ gegeben. Sogar Lagerfeuer hatten die Feiernden entzündet. Dafür hatten sie Strohballen bei einem Landwirt geklaut.

„Für mich ist es unverständlich, wie man den Platz nur so verlassen kann“, sagte Bürgermeister Josef Heckl (BGM) dazu im Gemeinderat. Sein Stellvertreter Peter Muck (CSU) hatte das Gremium in der Sitzung am Dienstagabend über die Zerstörung informiert.

Coronavirus: Langeweile wegen Schulschließungen?

Doch nicht nur wegen des Vandalismus waren die Räte bestürzt. Vielmehr entsetzte sie das Verhalten der Jugendlichen. Denn das sei nicht der Sinn der Schulschließungen. Eigentlich sollen Jugendliche daheim bleiben und Sozialkontakte vermeiden.

Dazu ruft nun auch die Stadt Fürstenfeldbruck auf ihrer Homepage auf. Denn offenbar werde es den Kindern und Jugendlichen ohne Schule schon so langweilig, dass sich größere Gruppen treffen – zum Beispiel am Pucher Meer zum Basketball spielen. Eltern sollen mit ihren Kindern sprechen und derartige Aktivitäten unterbinden. Auch am Germeringer See saßen die Leute im Biergarten.

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Video: Corona - Polizeikontrollen in München

Coronavirus in Germering und Fürstenfeldbruck: Keine Partys - aber offene Geschäfte

Mit Corona-Partys hat die Germeringer Polizei noch nichts zu tun gehabt. Allerdings mussten Beamte bereits mehrmals Personengruppen von gesperrten Spielplätzen verscheuchen, berichtet Polizeichef Jürgen Dreiocker. Die Leute hätten sich aber einsichtig gezeigt.

Verstärkt Präsenz zeigt die Brucker Polizei nicht wegen der Anordnungen des Freistaates, so Polizeichefin Nina Vallentin. Allerdings seien vereinzelt Geschäfte offen gewesen. Die Betreiber hätten sie aber, nachdem sie aufgefordert wurden, geschlossen.

Politiker in Deutschland mahnen eindringlichst, soziale Kontakte wo möglich zu vermeiden. Aktuelle Infos zur Lage im Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie immer hier.

Am Bergfeldsee in Poing feierten 100 Menschen lautstark. Die Polizei war nahezu machtlos.

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