Irina und Charly Knobling bringen die weltbesten Crossminton-Spieler nach Fürstenfeldbruck.

Nach Generalprobe in Skandinavien

Exotensport-Paar bringt die Besten der Welt nach Bruck

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Sie haben Großes vor und sich dazu bei den Wikingern fit gemacht. Irena und Charly Knobling sind so etwas wie Pfadfinder einer neuen Trendsportart. Sie heißt Crossminton und wird am 9. und 10. September die Größten der Szene nach Fürstenfeldbruck locken.

Fürstenfeldbruck/Mammendorf – Das in Mammendorf lebende Sportler-Paar hat bei seiner Stippvisite in Skandinavien fette Beute gemacht. In Norwegen und Schweden räumten sie bei den jeweiligen landesoffenen Meisterschaften etliche Pokale ab. Zurück nach Bayern kehrten sie als mehrfache Vizemeister.

Die Knoblings sind das Gründerpaar der Fürsty Speeders, einem mittlerweile offiziell eingetragenen Verein. Crossminton (einst Speedminton genannt, ehe es sich der internationale Verband anders überlegte) ist eine rasante Kombination aus Tennis, Squash und Badminton mit einer Prise Squash. Gespielt wird ohne Netz. Charly Knobling, dessen Sohn Maximilian als Torwart den Kasten bei Brucks SCF-Fußballern sauber hält, gehört ebenso wie Gattin Irina zur deutschen Top-Elite.

Im norwegischen Oslo überstand Irina als Gruppenerste die Hauptrunde ungeschlagen und erreichte dann ohne Satzverlust auch das Endspiel, wo sie sich der Kroatin Zrnic knapp mit 1:2 geschlagen geben musste. Ehemann Charly schaffte unterdessen als Gruppenzweiter das Hauptfeld. Für ihn war dann im Viertelfinale Schluss, als er vom amtierenden Weltmeister Per Hjalmarson aus Schweden mit einer 0:2-Abfuhr vom Platz geschickt wurde und in der Gesamtwertung Fünfter wurde. Norwegischer Vizemeister wurde Charly Knobling trotzdem, und zwar an der Seite seiner Frau. In den Doppelbegegnungen erreichte das Mammendorfer Sportlerpaar wiederum das Finale und scheiterte erneut am Weltmeister und dessen polnischer Doppelpartnerin.

Beim Studium des Crossminton-Turnierkalenders war ihnen bereits Anfang des Jahres aufgefallen, dass sie bei ihrem geplanten Skandinavien-Trip innerhalb einer Woche gleich zwei Turniere spielen könnten. Dann musste nur noch die Frage des Verkehrsmittels geklärt werden: Auto oder Flugzeug. Das Paar entschied sich bei der langen Reise fürs Auto, weil Charly Knobling noch ein anderes Hobby hat: Motorschirmfliegen im Paraglider mit Rucksackmotor. Die Idee war, die Anreise mit Flügen an den Küsten Dänemarks, Schwedens und Norwegens zu verbinden. Seine Frau Irina verfolgte ihn dabei am Boden mit dem Auto. Die letzte Flugetappe führte über die Turnieranlage in Göteborg.

In unmittelbarer Nähe gelandet, wurde die schwedische Meisterschaft in Angriff genommen. Im Halbfinale warf der Mammendorfer die aktuelle Nummer eins der Weltrangliste, den Berliner Georges Nilos, aus dem Rennen. Europameister Morten Paesche (Norwegen) war dann im Endspiel zwar keine Nummer zu groß, die knappe 1:2-Niederlage aber unvermeidbar.

Zurück im 1800 Kilometer entfernten Mammendorf treffen die Knoblings nun die letzten Vorbereitungen für ihr nächstes Großprojekt: Sie haben das größte internationale Crossminton-Turnier in Deutschland nach Fürstenfeldbruck geholt. Am 9. und 10. September treffen in der Wittelsbacher und Rasso-Halle die Besten der Crossminton-Szene aufeinander. Nachdem Oberbürgermeister Erich Raff in seiner Funktion als graue Eminenz der TuS-Handballer dort ohnehin sein zweites Wohnzimmer hat, war die Frage der Schirmherrschaft rasch geklärt.

Der Clou für Zuschauer am Samstagabend ist ab 21 Uhr ein kostenloser Schnupperkurs im Blackminton-Court inklusive Schläger und Speeder. Blackminton ist Crossminton im Schwarzlicht mit neonleuchtenden Schlägern, Spielfeldern und Spielbällen bei lauter Partymusik.

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