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In Mammendorf

E-Mobilitätstag lockt Besucher auf Volksfest

Bulldog-Oldtimer-Treffen, Kabarett und vor allem der erste E-Mobilitätstag haben die Besucher aufs Mammendorfer Volksfest gelockt. Die Veranstalter sind aber nur teilweise zufrieden – und schmieden schon Pläne fürs nächste Jahr.

MammendorfBürgermeister Josef Heckl (BGM) und Volksfestreferent Manfred Heimerl zogen zwar unmittelbar nach dem 37. Mammendorfer Volksfest eine positive Bilanz. Trotzdem waren sie der Meinung, dass dessen Attraktivität noch gesteigert werden könnte beziehungsweise müsste. Auch Festwirt Jochen Mörz, der heuer bereits zum dritten Mal für das Festzelt zuständig war, zeigte sich ebenfalls nicht ganz zufrieden. Man müsse das Volksfest noch bereichern, um die Besucherzahlen zu steigern, sagte er.

Ein großer Erfolg war allerdings der E-Mobilitätstag, den der Umweltreferent der Gemeinde, Thomas Holzmüller (FW), zum ersten Mal organisiert hatte. Knapp 1000 Besucher habe die Veranstaltung angelockt, schätzte Holzmüller. Sie seien begeistert und sehr interessiert gewesen.

Auch die Aussteller waren von der Resonanz positiv überrascht. „Ich bin Thomas Holzmüller sehr dankbar, dass er diese Veranstaltung aufgezogen hat“, sagte der Vorsitzende von Ziel 21, Gottfried Obermair. Man bräuchte mehr solcher Veranstaltungen, um die Öffentlichkeit noch stärker für die Thematik zu sensibilisieren. Viele Leuten wüssten immer noch nichts mit dem Begriff Ziel 21 anzufangen, so Obermair.

Im Großen und Ganzen gab es keine nennenswerten Zwischenfälle auf dem Volksfest. „Das Wetter hat bis auf den Einzugstag gepasst, und es war vor allem ein friedliches Volksfest“, freute sich Bürgermeister Heckl. Das Sicherheitskonzept mit zusätzlichen Security-Leuten habe sich bewährt, ergänzte Heimerl. Das so genannte Vorglühen der Jugendlichen werde man aber wohl nicht in den Griff bekommen, so der Volksfestreferent weiter. „Es sind aber nur wenige.“ Die Gemeinde könnte jedoch eine Art Platzordnung beschließen. Das habe er mit Altbürgermeister Johann Thurner besprochen. „Das müssten wir im Gemeinderat erörtern“, so Heimerl.

Obwohl er sich über das Bulldog-Oldtimer-Treffen mit einer Rekordbeteiligung von 160 Traktoren und Vehikeln „narrisch“ gefreut hat und zum Kabarett am Montagabend rund 600 Zuschauer kamen, macht er sich Gedanken über die Zukunft des Volksfestes. Man müsse es noch weiter beleben, sagt der Referent. „Ich habe da schon einige Ideen.“ Die möchte er aber noch nicht verraten. „Man muss sich ja immer etwas einfallen lassen, aber das muss ich natürlich alles noch mit dem Gemeinderat besprechen.“

Auf dem Mammendorfer Volksfest wird mehr gegessen und getrunken, stellte Festwirt Mörz erneut fest. Der Frühschoppen am Vatertag und der Mittagstisch seien gut besucht gewesen, so Mörz, wobei der Auftritt der bekannten Show-Band Manyana am Abend nicht allzu viele Gäste angelockt habe. So seien vier, fünf Tischreihen leer gewesen. Und wenn die Mammendorfer gewusst hätten, wie stark der Kabarett-Auftritt von „Knedl & Kraut“ gewesen sei, dann wären bestimmt mehr als nur die 600 ins Festzelt gekommen, meinte Mörz. Als gelungenes Beispiel für die Attraktivitätssteigerung eines Volksfestes nannte er das Puchheimer Volksfest. „Die waren vor einigen Jahren noch total am Boden und haben sich innerhalb von fünf Jahren unheimlich positiv entwickelt.“

Nachdem im kommenden Jahr Christi Himmelfahrt zwei Wochen früher als heuer liegt, bereitet die Termingestaltung den Mammendorfern jetzt schon Sorgen. „Es könnte wieder passieren, dass wir mit dem Termin der Brucker kollidieren“, befürchtet Heimerl. „Da müssen wir uns alle an einen Tisch setzen“, so Mörz dazu. Alle, damit meint er, neben der Kreisstadt auch die Stadt Puchheim, die den Reigen der Volksfeste im Landkreis immer eröffnet. (dm)

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