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Es wird noch dauern , bis Badegäste die Becken in Mammendorf wieder bevölkern . Doch man darf sie auch dann noch Badegäste nennen. 

Im Freizeitausschuss

Freibad Mammendorf: Geschlechtergerechte Satzung fällt durch

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Viel wird diskutiert über korrekte Sprache. Jetzt war das Mammendorfer Freibad dran. Doch eine geschlechtergerechte Satzung dafür lehnte der Freizeitausschuss des Kreistags ab – allerdings entfällt ein Passus, der Menschen mit Handicap geärgert hat.

Fürstenfeldbruck „Ich wundere mich darüber, dass anscheinend nur Männer das Bad besuchen“, sagte Christian Stangl (Grüne) im Kultur- und Freizeitausschuss, als es darum ging, die Satzung für das Freibad an einigen inhaltlichen Punkten zu überarbeiten. Er stellte daher den Antrag, den Text umzuformulieren, damit er gendergerecht wird – in der Satzung ist sehr häufig vom „Nutzer“ die Rede, von „Person“ oder „Badegast“, nie aber von einer „Nutzerin“.

„Wie sollen wir denn das Wort ‚Gast‘ umschreiben?“, lautete eine spontane Rückfrage aus der Verwaltung. „Das überlasse ich Ihrer Kreativität“, antwortete Stangl, während Klaus Wollenberg (FDP) freilich launig gemeint ankündigte, aus Angst vor ansonsten drohenden negativen Reaktionen den Antrag zu unterstützen.

Die Vertreter der SPD, der Grünen und eben Wollenberg stimmten dafür, die Satzung geschlechtergerecht umzuschreiben, CSU und Freie Wähler dagegen. Auch Sitzungsleiterin und Vize-Landrätin Martina Drechsler (CSU) votierte mit Nein, sodass es zum 7:7-Patt und damit zur Ablehnung kam.

Wegen Grillparty früher geschlossen

Die vorgelegte veränderte Satzung stieß freilich auch inhaltlich auf Gegenwind – namentlich der Satz „Mitgebrachte Hilfsmittel wie Rollstühle oder Rollatoren sowie Rollkoffer sind vor Betreten des Barfußbereiches durch den Nutzer oder deren Begleitpersonen zu reinigen.“ Margit Quell (SPD, selbst Rollstuhlfahrerin) fragte, wie das praktisch gehen solle und bekam Unterstützung von Andreas Lohde (CSU). Der wies darauf hin, dass der Satz auch für Kinderwägen gelten würde. Einstimmig strich der Ausschuss den Passus dann aus der Satzung.

Margit Quell, selbst häufige Badbesucherin, beklagte auch einen Vorfall von September 2018. An jenem Tag sei das Bad völlig überraschend per Durchsage um 17.15 Uhr und ohne erkennbaren Grund für ab 18 Uhr geschlossen erklärt worden, obwohl noch zahlreiche Gäste da waren und eigentlich länger geöffnet sein sollte. „Die Leute haben natürlich geschimpft“, erzählte Quell. Vom Personal habe sie dann erfahren, „dass man grillen“ wolle, berichtete sie.

Angst vor Alexa

Diesen Vorfall habe man intern ausführlich diskutiert, antwortete der zuständige Referatsleiter Günter Sigl. „Das wird es so nicht mehr geben.“ Nach einer tollen Saison sei am letzten Öffnungstag etwas verdorben worden, sagte er, wobei Andreas Lohde wiederum betonte, wie wichtig das Freibad sei. „Grundsätzlich bleiben nur positive Eindrücke.“

Nicht erfolgreich war am Ende Stangls Versuch, seinen abgelehnten Gender-Antrag als „Anregung an die Verwaltung“ doch noch am Laufen zu halten. Abgelehnt sei abgelehnt, meinte die Sitzungsleiterin. Klaus Wollenberg kommentierte, wiederum launig gemeint: „Er hat doch nur Angst vor Stadträtin Alexa Zierl. Er kann sich in Bruck nicht mehr sehen lassen, wenn sie hört, dass er unterlegen ist.“

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