Glosse

Das Volk feiert das Heimatfest

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Diesmal nutzt ein ur-bruckerisches Redaktionsmitglied die Glosse „Ganz nebenbei“, die Lokalspitze im Tagblatt, für ein im freistaatlich-bayrischen Presserecht verbrieftes Plädoyer zum Volks- und Heimatfest.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wurden bei der Umstrukturierung vor drei Jahren zwei kleine, aber feine Wörtchen von den Plakaten und aus dem Programm gestrichen: Aus dem Volks-und Heimatfest ist in Fürstenfeldbruck ein klimatisch kaltes, schlichtes Volksfest geworden. Warm ums Herz (und das nicht nur wegen der deutlich angenehmeren Temperaturen) wird’s einem nun woanders. Bald in Olching etwa.

Oder noch bis Sonntag in Mammendorf, wo sich vornehmlich boarisch verständigende Volksfestbesucher ebenso dahoam fühlen wie verständnisvolle Zuagroaste. Es gibt Schweinshaxn statt mongolisches Exotenfutter, Rammerl (das ist eine Halbe in der Mass) statt Caipirinha. Und sogar der Brucker Rot-Kreuz-Glückshafen hat in Mammendorf angelegt und ist dort fest vertäut. Damit’s auch optisch passt, werden Krachlederne und Dirndl zur Schau gestellt.

So muaß’ sei. Mia, die kleine Minderheits-Opposition rückständiger Nostalgiker aus der Großen Kreisstadt, nehmen deshalb die paar Kilometer westwärts raus aufs gmiatliche Landl sakrisch gern in Kauf. Und haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der neue OB nun nach erledigter Wahlarbeit die volks- und heimatfestliche Wende rückwärts einleitet.

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