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Bei der Erläuterung der geologischen Karte: (v.l.) Baumatsleiter Markus Hörmann, Bürgermeister Josef Heckl und Ernst Kroemer vom Landesamt für Umwelt.

Der Untergrund der Region

Geologische Karte für Mammendorf ist fertig

  • VonDieter Metzler
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Die Gemeinde verfügt jetzt über eine eigene geologische Karte, die Aufschluss über den Untergrund in der Region gibt. Etwa zwei Jahre dauert die Erstellung einer solchen Karte, erzählte Ernst Kroemer vom Landesamt für Umwelt bei der Vorstellung im Büro von Bürgermeister Josef Heckl.

Mammendorf – Die Datenerfassung für das Mammendorfer Gebiet erfolgte 2013 bis 2015. Der Plan im Maßstab 1:25 000 gibt die im Bereich der Geländeoberfläche anstehenden Locker- und Festgesteine wieder und ermöglicht damit Rückschlüsse auf den geologischen Bau. Umfasst ist ein etwa zwölf mal zwölf Kilometer großes Areal. Grundlage bildet das Gauß-Krüger-Koordinatensystem. Bis das Gebiet vollständig erfasst war, mussten rund 3000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden.

Grundsätzlich trägt der Steuerzahler die Kosten für die Erstellung der Kartenblätter, informierte Kroemer. Einiges zahlte aber auch der Freistaat, zudem gibt es eine Förderung durch die EU. „Wenn man den Auftrag vergeben würde, würde die Kartierung für ein Kartenblatt zwischen 40 000 und 150 000 Euro kosten, je nach Aufwand“, sagte er.

Seit rund acht Jahren untersuchen die Experten des Landesamtes für Umwelt mit einem Kostenaufwand von 32 Millionen Euro nach und nach den bayerischen Boden und kennzeichnen die Gesteine mit unterschiedlichen Farben und Zeichen auf einer Karte, die mit einer üblichen Landkarte nur die Ortsbezeichnungen gemein hat. Ende 2019 soll Bayern flächendeckend geologisch kartiert sein, berichtete Kroemer. Momentan fehlen noch Heimhausen, Markt Indersdorf, Erding, Altenerding, Dorfen und Taufkirchen.

Ziel ist es zu erfassen, was im Untergrund vorkommt. Zudem leistet die Karte Planern Hilfestellung bei der Erstellung von Hochwasserschutz- und Bodengutachten. Alle geologischen Karten kann man als pdf-Datei über das Internet herunterladen.

„Es ist interessant, wenn man so etwas hat und darauf zurückgreifen kann“, meinte der Bauamtsleiter Markus Hörmann. Auch wenn man die Karte sicher nicht täglich brauche. 

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