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Stets auf der Suche nach einem Blickfang (v.l.): Klaus Becker, Anton Fasching, Thomas Ulbricht, Matthias Pöller, Reinhard Metzger, Robert Hoiss und Wolfgang Pollich. 

Geschichten aus zehn Jahren Fotogruppe

Mammendorf - Die Fotogruppe Mammendorf feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Zu diesem kleinen Jubiläum veranstaltet der Verein erstmals in seiner jungen Geschichte eine Ausstellung, die Betrachter in den Bann ziehen sollen.

Die Fotogruppe ist kein Verein im herkömmlichen Sinne, klärt Gründungsmitglied Anton Fasching auf. Vielmehr versteht sie sich als ein „loser Zusammenschluss“, der sich vor zehn Jahren im Vorfeld der Feierlichkeiten zur damaligen 1250-Jahr-Feier der Gemeinde installiert hat und momentan sieben Mitglieder zählt. „Wir sind also auch kein eingetragener Verein“, so Fasching.

Eigentlicher Initiator der Fotogruppe war der Gemeinderat, erinnert sich Fasching zurück. Der damalige Bürgermeister Johann Thurner sowie die Gemeinderäte Peter Muck, Werner Zauser und Erwin Wieser wollten das große Ereignis der Gemeinde in Bild und Ton festhalten. Bereits zwei Jahre vor den Festlichkeiten im Herbst 2006 wurde deshalb die Fotogruppe aus der Taufe gehoben. Schließlich wurden schon im Vorfeld Fotos für Werbezwecke benötigt. „In Mammendorf kennt man sich, weiß, wer filmt und Fotos macht“, so Fasching. Neben ihm waren die heute noch dazugehörenden Reinhard Metzger und Robert Hoiss sowie Helmut Nachtigall und Fotografenmeisterin Marina Richter bei der Gründungsversammlung mit von der Partie.

Werner Zauser übernahm die Leitung. Er musste jedoch schnell erkennen, dass er mit dem Know-how der leidenschaftlichen Fotografen nicht mithalten konnte, wenn die fachsimpelten. So schied Zauser bereits nach wenigen Monaten wieder aus. Ihre Mission als erfüllt betrachtet hatten nach der 1250-Jahr-Feier auch Nachtigall und Richter. Beide stiegen 2008 aus.

Spezial-Fotograf für Kirchen und Senioren

Doch es kamen neue Fotografen hinzu. Schon seit 2007 ist Wolfgang Pollich mit dabei. Er stieß zur Gruppe, als der Heimat- und Trachtenverein „D’Moasawinkler“ sich gründeten. 2010 schloss sich Klaus Becker an, der sich spezialisiert hat auf das Fotografieren von Kirchen und Senioren. Bei einer Modellbauausstellung in Bruck lernte Fasching 2011 Matthias Pöller kennen. Er hat sich auf Kugelpanoramabilder spezialisiert. Zuletzt gesellte sich 2013 Thomas Ulbricht zur Fotogruppe.

Den größten Schreck erlebte Fasching, als die Datenbank auf der Homepage mit der Anzahl der Fotos nicht mehr zurechtkam. „Bis du da den Fehler entdeckst, das hat eine Weile gedauert.“ Nach einer Umstellung auf eine andere Software war jedoch wieder alles paletti. „Da hab ich allerdings eine Woche brutal hinarbeiten müssen.“

In den zehn Jahren wanderte die stattliche Anzahl von weit mehr als über 100 000 Fotos ins Gemeindearchiv. Festgehalten wurden so gut wie alle Veranstaltungen und Feste in der Gemeinde. „Natürlich haben wir noch mehr Fotos in unserem privaten Archiv“, so Fasching. Wer der fleißigste Fotograf von ihnen ist, könne er nicht sagen. Aber so um die 35 000 Fotos im Jahr werden es bei ihm schon sein, schätzt Fasching. „Die Anzahl dürfte auch auf Robert Hoiss zutreffen, der sich viel mit Naturfotografie beschäftigt. Ebenso wie Reinhard Metzger, der Gebirgsfotos liebt.“ Einen besonderen Spaß haben Fasching und sein Freund Pollich übrigens, wenn sie bei den vielen Veranstaltungen insgeheim wetteifern, wer die schönsten Frauenmotive erwischt.

Dieter Metzler

Die Ausstellung

ist am 30. und 31. Juli sowie am 6. und 7. August jeweils von 12 bis 17 Uhr in der Pausenhalle der Dorothea-von-Haldenberg- Schule zu sehen.

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