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Im jetzigen Schulgebäude soll künftig genug Platz für nur noch die Mittelschule sein. 

Mammendorf

Grundschule wird komplett neu gebaut

  • vonDieter Metzler
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Die Mammendorfer Grund- und Mittelschule wird nicht durch einen Anbau erweitert. Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, dass eine komplett neue Grundschule gebaut wird. Die Mittelschule bleibt im Altbau.

MammendorfNun steht fest, wie es mit der Einrichtung an der Michael-Aumüller-Straße weitergeht. Der Gemeinderat votierte mit 13:3 Stimmen für eine neue Variante. Diese sieht vor, dass ein neues Schulgebäude östlich der neuen Sporthalle (Höhe Birkenweg) entsteht. Darin soll die komplette Grundschule Platz finden, zudem wird der Neubau Heimat der Offenen Ganztagsschule (OGTS). Das bestehende Gebäude bliebe dann für die Mittelschule.

An der Dorothea-von-Haldenberg-Schule sind derzeit 23 Räume mit Klassenzimmern belegt. Dabei musste improvisiert werden. So wurden Fachräume als Regelklassenzimmer umfunktioniert, ein Klassenzimmer befindet sich über der Schulsporthalle, zwei hinter der Tribüne der Mehrzweckhalle. Zwei weitere in der Alten Schule an der Klosterstraße müssen wegen der dortigen Sanierung geräumt werden.

„Momentan fehlen sieben Klassenzimmer“, sagt Bürgermeister Josef Heckl (Bürgergemeinschaft Mammendorf). Außerdem ist bei der OGTS die Kapazitätsgrenze längst erreicht. Auch im Grundschulbereich ist die Nachfrage weiterhin steigend. Die Regierung von Oberbayern hat eine Förderung von insgesamt bis zu 30 Klassenräumen in Aussicht gestellt.

Erweiterungsmöglichkeiten waren bereits in Klausurtagungen des Gemeinderats im Herbst 2017 und 2018 vorgestellt worden. Zuletzt war ein Querriegel-Anbau mit einem Neubau einer Einfachturnhalle favorisiert worden. Es standen Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro im Raum.

Doch bei Gesprächen mit Verantwortlichen der Schule und des Jugendcafés, Träger der OGTS, wurde festgestellt, dass der Raumbedarf für die OGTS deutlich größer ist. So wurde der Architekt beauftragt, eine weitere Variante zu erstellen. Ziel war, in einem Gebäude die komplette Grundschule mit Reserveklassenzimmern, die für den Grundschulbereich notwendigen Fachräume sowie Räumlichkeiten für die OGTS unterzubringen.

Diese Variante stellten die Architekten nun im Gemeinderat öffentlich vor. Bereits im Juni war die Machbarkeitsstudie der Schulleitung, dem Bürgermeister, Hausmeister sowie den Fachreferenten vorgestellt worden. Die Schulleitung favorisiert die neue Lösung. Und auch der Gemeinderat ist mehrheitlich dafür.

Dadurch, dass der Bau der Schulturnhalle zunächst aus Kostengründen entfällt und in einer separaten Maßnahme zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden kann, würden sich die Kosten um rund fünf Millionen Euro verringern. Zudem rechnet Bürgermeister Heckl mit einem staatlichen Zuschuss von fünf bis sechs Millionen Euro.

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