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Vor der TV-Jury: José Luis Llorens Garcia aus Mammendorf präsentiert die Hygiene-Erfindung.

Unternehmer sehr zufrieden

„Höhle der Löwen“: Zwei Investoren beißen bei Glasello an

Mammendorf – Lange hatten der Mammendorfer José Luis Llorens Garcia (43) und sein Kollege Stevan Sokola (49) auf ihren Auftritt in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ hingefiebert. Nun präsentierten sie der TV-Jury ihren Desinfektionsstift namens Glasello.

Selbstbewusst zeigten sich die zwei Erfinder im Fernsehen. „Die Löwen können gar nicht Nein sagen“, sagte der 43-Jährige vorab im Gespräch mit dem Moderator der Sendung. Die „Löwen“, das sind fünf große Unternehmer, galt es von der Hygiene-Innovation zu überzeugen.

Und tatsächlich: Während Jury-Mitglied Jochen Schweizer den Nutzen des Glasello infrage stellte, haben zwei andere Löwen angebissen. Sowohl Judith Williams, die sich auf Verkaufsfernsehen spezialisiert hat, als auch Investor Ralf Dümmel waren vom Desinfektionsstift überzeugt. Mit ihm kamen Sokola und Llorens Garcia ins Geschäft.

„Wir haben unser Ziel erreicht und sind sehr zufrieden“, sagt der Mammendorfer auf Tagblatt-Nachfrage. Vor Judith Williams’ Arbeit hätten beide zwar größten Respekt, erklärt er. Überzeugt hat die zwei aber Dümmels breit gefächerter Erfahrungsschatz. „Er kennt sich in Sachen Produktion, Marketing, Vertrieb und auch juristisch aus“, sagt der 43-Jährige. Für 30 Prozent der Geschäftsanteile investierte Dümmel 125 000 Euro in ihre Firma Multistick.

Getan hat sich seit dem Fernsehdreh einiges. Bereits zwei Wochen später haben Sokola und Llorens Garcia gemeinsam mit dem Investor das weitere Vorgehen besprochen. Er stellte ihnen ein 40-köpfiges Team zur Verfügung. Zudem stehen sie regelmäßig in Kontakt mit Dümmel selbst. „Wir können ihn immer auf seinem Handy anrufen“, sagt der 43-Jährige.

Die Tüftler bemühen sich aber auch selbst weiterhin darum, ihre Erfindung bekannt zu machen. So waren sie vor kurzem etwa für Dreharbeiten fürs Verkaufsfernsehen in Hannover. Den Glasello gibt es mittlerweile auch in einigen großen Supermarkt- und Drogerieketten zu kaufen. Das habe der Investor zeitlich genau so geplant. „Ganz nach seinem Motto ’Heute in der Show, morgen im Regal’“, freut sich Llorens Garcia.“

Das Produkt sei gleich geblieben, nur hergestellt würde es nun in Asien. Die Desinfektionsflüssigkeit aber wird nach wie vor hierzulande produziert, versichert der Mammendorfer. Was künftig geplant ist, verrät er nicht. Nur so viel: Es gibt bereits einen speziellen Oktoberfest-Glasello.

von Regina Mittermeier

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